// Musik

Dienstag, 12. Januar 2016

Precious Few

Tales

Precious Few – Tales
Precious Few – Tales

In Bonn ist alles irgend­wie in Ver­ges­sen­heit gera­ten, und für Men­schen, die nach der Wende zur Welt gekom­men sind, ist Bonn eher eine lang­wei­lige Stadt. Doch Bonn war eben auch die Haupt­stadt der BRD und somit poli­tisch von Bedeutung.

Seit eini­gen Jah­ren ist sie aber eher eine unschein­bare Stadt, die aber eine kleine flo­rie­rende Musik­szene hat. Wobei die­ses eben auch nicht mehr ganz so agil sich zeigt wie eben vor ein paar Jah­ren. Das Duo Pre­cious Few kommt aus die­ser Stadt und hat lange nichts von sich hören lassen.

Nun ist mit „Tales“ ihre neuste Lang­spiel­platte drau­ßen und mit fast einer Stunde Lauf­zeit doch recht manier­lich. Das Duo, wel­ches bei der letz­ten Deutschland‐​Tour den guten Twee‐​Jangle‐​Popper Pelle Carl­berg aus Schwe­den beglei­tete, hat sich auf das Wesent­lich redu­ziert. Bar­bara Hoef­gen singt die neuen Folk Songs, bei Lie­dern wie „Pre­cious Life“ nutzt sie die Storytelling‐​Methode, und auch sonst wer­den die Songs eher erzählt als gekonnt besungen.

Denn man muss zuge­ben, dass ihre Stimme sicher­lich nicht zu den beein­dru­ckends­ten gehört, wel­chen man je begeg­net ist. Es ist eher eine Stimme, die man rich­tig schätzt, wenn man in der Kneipe sitzt und sie mit einer akus­ti­schen Gitarre beglei­tet hört. Diese wird gespielt von Chris Wie­gel­mann, und Bar­bara bedient ab und dann eine Melodica.

Ansons­ten brau­chen die Lie­der nichts, und die Songs wer­den auch gerne unauf­ge­regt vor­ge­tra­gen, haben meist eine gewisse Dun­kel­heit in sich. Den­noch ist „Tales“ sicher­lich nicht die Platte, die man oft aus dem Schrank holen wird, weil am Ende keine gro­ßen Ideen da sind. Ledig­lich ein paar schöne und ein­fa­che Folk‐​Lieder blei­ben haften.

Erschie­nen bei: Tum­ble­weed Records /​Bro­ken Silence
www​.pre​cious​few​.de

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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