// Musik

Mittwoch, 08. November 2017

Super Soul

Super Soul

Super Soul – Super Soul
Super Soul – Super Soul

Sich Super Soul zu nen­nen und Soul‐​Musik zu machen, ist fast schon zu ein­fach. Trotz­dem ist man erstaunt, wenn man nach Bands mit dem sel­ben Namen sucht, die Aus­beute ist dann doch nicht so groß. Viel­leicht haben nicht viele so ein gro­ßes Selbst­be­wusst­sein – davon besitzt die Gruppe aus Han­no­ver doch recht viel.

Denn zu einem ist Han­no­ver nicht gerade die typi­sche Soul‐​Hochburg, aber der Haupt­grund ist, dass Super Soul ihre Soul‐​Musik mit deut­schen Tex­ten unter das Volk brin­gen. Klingt im ers­ten Moment sehr exo­tisch und ziem­lich unge­lenk. Doch das Schöne dabei ist: Es funk­tio­niert unge­mein gut und klingt homo­gen. Dabei schmach­tet das Quar­tett nicht so kit­schig künst­lich wie etwa Xavier Nai­doo oder Laith Al Deen.

Denn hier ist eine Band am Werk, die sich gut ab– und ein­ge­stimmt hat und eben rich­tige Instru­mente spielt, und das hört man der Musik an. Sie ist lebens­be­ja­hend und mit­rei­ßend, aber auch authen­tisch. Die Band hat ein gutes Gespür für den pas­sen­den Moment. Sie wis­sen wann sie sich zurück­hal­ten und einen war­men Sound auf­ti­schen. In die­sen Momen­ten, wie „Is Fäätt“ sind sie dicht an klas­si­schen Soul und beim Gesang darf man auch mal an Legen­den wie Al Green den­ken. Man hört schöne Orgeln, die die Seele strei­cheln und erfreut sich an so viel hand­ge­mach­ter Musik.

Zuge­ge­ben, die Umschrei­bung „hand­ge­machte Musik“ klingt immer ein wenig abge­grif­fen, aber es passt bei den vier Musi­kern so gut wie sel­ten. Sie schaf­fen es, einen ordent­li­chen Groove und Funk zu spie­len und auch gerne mal mehr Druck auf­zu­bauen ohne dabei ins Chaos zu gera­ten. Kopf­ni­cken, Fuß­wip­pen und Tan­zen zugleich ist bei Super Soul mög­lich und mit der Tat­sa­che, dass sie auf Deutsch sin­gen, sind Super Soul doch ein wenig exo­tisch im posi­ti­ven Sinn.

Erschie­nen bei: Agogo
www.supersoul.band

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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