// Kino

Mittwoch, 20. Juli 2016

Neu im Traum-Kino

stonewall

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Am Sams­tag, dem 30. Juli fin­det die Parade des Kie­ler CSD statt. Zu die­sem Anlaß bringt das Traum‐​Kino zwei Mal den Film „Sto­ne­wall“. Im Juni 1969 haben Homo­se­xu­elle und Drag Queens in der New Yor­ker Chris­to­pher Street gemein­sam gegen Dis­kri­mi­nie­rung rebel­liert. Der Auf­stand wurde zum Sym­bol für Selbst­be­wußt­sein: Pride. Inter­na­tio­nal wird jedes Jahr im Som­mer an die­ses wich­tige Kapi­tel ame­ri­ka­ni­scher Bür­ger– und Men­schen­rechte erinnert.

Der Kino­film spürt dem bedrü­cken­den Zeit­geist der spä­ten 60er Jahre nach, erzählt von gesetz­li­cher und Alltags‐​Diskriminierung.
Roland Emme­rich ging es weni­ger um his­to­ri­sche Exakt­heit son­dern um den Spi­rit der Zeit.
Dass fast die Hälfte der Street­kids damals obdach­los waren, weckte Emme­richs Inter­esse. Den Namen­lo­sen der Rebel­lion wid­met er die­sen Film und kon­se­quen­ter­weise besetzte er die Haupt­rol­len mit unbe­kann­ten, jun­gen Schau­spie­lern, die hier eine ganz große Chance erhal­ten haben. Die kom­mer­zi­el­len US‐​Filmstudios lehn­ten es ab, „Sto­ne­wall“ zu finan­zie­ren, weil kein gro­ßer Hol­ly­wood­star dabei war.
Als die ganze Pro­duk­tion wäh­rend der Dreh­ar­bei­ten in Frage gestellt war, hat Regis­seur Roland Emme­rich eige­nes Geld inves­tiert, um das Werk fer­ti­ge­stel­len zu kön­nen.
Für ihn ist die­ses Pro­jekt eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit. Wie bei all sei­nen Fil­men fehlt es den Figu­ren an Kon­tu­ren, aber diese wenig bekann­ten Ereig­nisse rund um die Szene‐​Kneipe Sto­ne­wall Inn
in der Chris­to­pher Street wer­den sehr anschau­lich und nach­fühl­bar, eine große Leis­tung des Film­teams – Respekt! Man ver­spürt sogar Lust, mehr über die his­to­ri­schen Gescheh­nisse in Erfah­rung zu brin­gen.
Ordent­li­ches, gesell­schaft­lich enga­gier­tes Kino, das sein Thema zu kei­nem Zeit­punkt aus den Augen ver­liert. Inter­es­sant und auch bewe­gend.
„Sto­ne­wall“ hat sei­nen eige­nen, ruhi­gen erzähl­rhyth­mus, in den man sich erst ein­fin­den muß, es ist ein Werk mit Ecken und Kan­ten, mit schwa­chen Momen­ten und enorm star­ken Sze­nen.
Es lohnt sich!

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