// Musik

Dienstag, 11. Juli 2017

Rose Elinor Dougall

Stellular

Rose Elinor Dougall – Stellular
Rose Elinor Dougall – Stellular

Dass Rose Elinor Dou­gall etwas von fei­nen Melo­dien ver­steht, ist sicher­lich bekannt. Eher stellt man sich die Frage: „Wer ist Rose Elinor Dou­gall?“ Sie war Mit­glied der Band The Pipet­tes, 2005 und 2006 eine der Indie‐​Pop‐​Sensationen.

Eine Girl‐​Group, die eben die­ses Genre wie­der­be­leb­ten und es dabei wun­der­bar in das neue Jahr­tau­send ver­bun­den haben. Retro traf auf Zeit­geist, und Songs wie „Pull Shapes“ und „Your Kis­ses Are Was­ted On Me“ waren hand­feste Ohr­wür­mer. Rose Elinor Dou­gall ist aber aus­ge­stie­gen und hat mit „Stel­lu­lar“ kürz­lich ihr zwei­tes Solo‐​Album herausgebracht.

Auch dies­mal beweist sie ein gutes Gespür für das, was man als Pop bezeich­net. Auch wenn man zuge­ben muss, dass die Songs nicht Hits von besag­tem Kali­ber sind. Dazu sind sie dann doch ein wenig zu melan­cho­lisch, und auch der Gesang hält sich gerne bedeckt. Sel­ten erlebt man ein Lächeln in der Stimme, und den­noch singt sie immer mit Lei­den­schaft, klingt nie gelangweilt.

Die Arran­ge­ments sind meist elek­tro­ni­scher Natur, und die Syn­t­hies geben sich zwar groß­zü­gig zu erken­nen, sind aber dann den­noch mei­len­weit vom Synthie‐​Pop ent­fernt. Roman­ti­scher New Wave kann man dazu sagen, und auch wun­der­schöne Herbst­mu­sik ist es. Dazu schafft es die Musi­ke­rin, bei Songs wie „Space To Be“ cine­as­ti­sche Klang­bil­der zu erschaf­fen und den­noch eine feine süß­li­che Melo­die mit ein­zu­bin­den. Auch wenn sie ana­loge Klang­kis­ten anschmeißt, wie beim Schluss­song „Wan­de­rer“, schafft sie eine Schön­heit, die man sonst nur von Beachhouse‐​Alben kennt.

Rose Elinor Dou­gall hat mit „Stel­lu­lar“ eine per­fekte Herbst­platte gemacht, die irgendwo zwi­schen Gold­frapp, Lady­thron und Beach­house pendelt.

Erschie­nen bei: Ver­mil­lion Records /​Rough Trade
www​.face​book​.com/​r​o​s​e​e​l​i​n​o​r​d​o​ugall

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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