// Musik

Mittwoch, 24. Februar 2016

Calibro 35

S.P.A.C.E.

Calibro 35 – S.P.A.C.E.
Calibro 35 – S.P.A.C.E.

Ita­lie­ner wer­den als Musi­ker meist unter­schätzt. Wenn man ehr­lich ist: Viele große Namen fal­len einen nicht ein. Doch Musi­ker vom Stie­fel haben eine große Zunei­gung zu cine­as­ti­schen Klän­gen und des­we­gen hat die­ses Land durch­aus große Film‐​Komponisten her­vor­ge­bracht. Das Kol­lek­tiv Cali­bro 35 sind nicht unbe­dingt die klas­si­schen Ver­tre­ter die­ses Genre, aber den­noch hat man bei jedem ihrer Lang­spiel­plat­ten dass Gefühl dass es dazu einen Film geben muss.

Auch bei dem sieb­ten Werk „S.P.A.C.E.“ von Cali­bro 35 tapst man in die Gedanken‐​Falle. Ver­wun­dert einen auch nicht bei die­sem Titel, es geschieht ja schon beim Lesen die­ses Namens, dass man an Weltraum‐​Epen den­ken muss. So klingt die­ses Album der Mai­län­der Combo dann auch. Wie gehabt groovt es hier aus allen Ecken und Kanten.

Doch ganz außer­halb der Erd­lauf­bahn bewegt sich „S.P.A.C.E.“ nicht, dazu hört man zu viel Musik im Blaxploation‐​Style, also sieb­zi­ger Jahre Gangster‐​Filme. Dabei wird die Gitarre immer im Funk gespielt und gerne erzeu­gen sie eine kom­pak­tes aber freu­di­ges „Wau‐​Wau“ Sound. Dazu Tas­ten­in­stru­mente, die Drive haben und den­noch Soul der alten Schule aus­spu­cken. Doch bei die­sem neus­ten Streich dreht es sich eben um Space und das hört man.

Was einen aber noch mehr ins Ohr fällt ist, dass der gesamte Sound dies­mal wesent­lich psy­che­de­li­scher wird, wenn bei „Ung­wana Bay Launch Com­plex“ ange­deute Sire­nen Geräu­sche die Unter­lage für son­der­bare Blä­ser bie­ten. Die ver­stö­ren­den Klang­bau­ten bei „Brain Trap“ zei­gen, in welch herr­li­chen Abgrün­den Cali­bro 35 sich bewe­gen können.

Nicht umsonst heißt ein Song auf „S.P.A.C.E.“ dann „Uni­verse Of 10 Dimen­sion“. Das wäre auch ein pas­sen­der Titel gewe­sen, bei den gan­zen Klang‐​Dimensionen, die Cali­bro 35 auf ihren neuen Werk geöff­net haben. Man kann es auch ein­fa­cher und pas­sen­der aus­drü­cken: Gro­ßes Kino!

Erschie­nen bei: Record Kicks /​Groove Attack
www​.cali​bro35​.net

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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