// Musik

Freitag, 21. September 2018

The Saxophones

Songs of The Saxophones

The Saxophones – Songs of The Saxophones
The Saxophones – Songs of The Saxophones

Bei der Band The Saxo­pho­nes denkt man natür­lich an das besagte Instru­ment, und komi­scher­weise spielt das Saxo­phon kaum eine Rolle. Wie sollte es sich auch bei den gan­zen ruhi­gen Songs mit sei­nen Stär­ken rich­tig ein­brin­gen? Denn hier ist die Lang­sam­keit die Köni­gin, und da darf die­ses gol­dene Blas­in­stru­ment nur sanft hin­ein­we­hen, wie bei „Just Give Up“.

Zeit ist auf „Songs of The Saxo­pho­nes“ reich­lich vor­han­den und Eile ein Fremd­wort. Pas­send dazu singt Sän­ger Alexi Eren­kov auf dem Opener „Time Is A River“ fol­gende Wör­ter : „Time is like a river, you should know.“ Die­ses Debüt hat die Ruhe weg und lässt sich nicht von irgend­wel­chen Zei­ten ins Bocks­horn jagen.

Das ist auch der Grund, warum einen die­ses Erst­lings­werk so leicht ver­zau­bert. Aber es gibt auch andere Tat­sa­chen, die diese Platte beson­ders machen: Da wäre der tiefe Bari­ton von Alexi Eren­kov, der einen auto­ma­tisch an Stuart A Stap­les erin­nert. Auch die Arran­ge­ments erin­nern ein wenig an die Tin­der­sticks, vor allem wenn seine Lebens­ge­fähr­tin Ali­son Alder­dice aus dem Schlag­zeug dezente aber mäch­tige Takte herausspielt.

Oder wenn auf ein­mal ein paar Flö­ten ganz sanft kleine Disney‐​Melodien spie­len und wie­der ver­schwin­den, oder Synthie‐​Flächen so zer­brech­lich sind wie ein lauer Som­mer­wind. Laut den Saxo­pho­nes waren Ein­flüsse für „Songs of The Saxo­pho­nes“ Jazz‐​Werke, ita­lie­ni­sche Musik von Vit­to­rio Impiglia und Plat­ten aus Hawaii aus dem letz­ten Jahr­hun­dert, und das glaubt man gerne.

Den­noch ist keine die­ser Refe­ren­zen über­la­den dar­ge­bo­ten, was der Platte eine große Leich­tig­keit beschert, trotz des dunk­len und schö­nen Bari­ton von Alexi Erenkov.

Erschie­nen bei: Full Time Hobby /​Rough Trade

the​sa​xo​pho​nes​.band​camp​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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