// Musik

Dienstag, 31. Juli 2018

Chip Wickham

Shamal Wind

Chip Wickham – Shamal Wind
Chip Wickham – Shamal Wind

Beim Erst­lings­werk „La Som­bra“ von Chip Wick­ham war ich noch ein wenig ver­wun­dert, damals habe ich mit fins­te­ren Jazz gerech­net, aber dann war es doch eine recht zugäng­li­che Vari­ante. „Shamal Wind“ ist das zweite Album von Wick­ham und es han­delt von dem besag­ten „Shamal Wind“ im per­si­schen Golf.

Dort sind Tem­pe­ra­tu­ren so wie wir es gerade in die­sem Som­mer erle­ben. Es ist in der Nähe von Katar und im Win­ter geht es nicht unter 20 Grad, also kann man sich vor­stel­len, dass es eine hit­zige Ange­le­gen­heit ist. Fol­ge­des­sen ist es kaum denk­bar, dass der Jazz hier auch groo­ven kann. Nicht ganz glu­tig, aber bei einem Stück wie „Soho Strut“ wird für Bewe­gung gesorgt.

Das Schlag­zeug gibt quick­le­ben­dig den Ryht­mus vor. Dazu noch aller­hand andere Per­cus­sion die wild tän­zeln und eine Quer­flöte, die hier kitsch­frei zum Tanz ein­la­den. Auch beherrscht Wick­ham es noch immer cine­as­ti­schen Momente zu kre­ie­ren, wie bei „The Mirage“. Beim Titel­stück kann man erah­nen wie drü­ckend die Luft ist und den­noch ist immer eine unge­meine leichte Note mit dabei.

Bei „Bar­rio 71“ erlebt man die meiste Vita­li­tät und Dra­ma­tik und irgend­wie hat es sogar Funk in sich. Was bei „Shamal Wind“ auf­fällt, ist, dass die leichte Vor­liebe zum Latin hier nicht zu fin­den ist, was aber auch kei­nen wun­dern sollte, wenn man sich musi­ka­lisch am per­si­schen Golf auf­hält. Ansons­ten ist Chip Wick­ham auf dem glei­chen hohen Niveau unter­wegs wie bei sei­nem Debüt.

Erschie­nen bei: Love­monk /​Groove Attack
www​.chip​wick​ham​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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