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Samstag, 22. September 2012

Öffentliche Ringvorlesung an der FH Kiel

"Rechtsradikalismus und Soziale Arbeit - Rechtsradikalismus in der Sozialen Arbeit"

Bild: Archiv
Bild: Archiv

Am Mitt­woch, 26. Sep­tem­ber 2012 star­tet der Fach­be­reich Soziale Arbeit und Gesund­heit der Fach­hoch­schule (FH) Kiel die Ring­vor­le­sung „Rea­lity strikes back“. Aus einer inter­dis­zi­pli­nä­ren Per­spek­tive befasst sie sich mit dem Phä­no­men Rechts­ra­di­ka­lis­mus und neue Rechte: Woran las­sen sich rechts­ra­di­kale Ein­stel­lun­gen und Ideo­lo­gien erken­nen? Wie kann die Soziale Arbeit auf rechts­ra­di­kale Ten­den­zen ange­mes­sen rea­gie­ren? Wel­che theo­re­ti­schen Erklä­rungs­mo­delle ste­hen zur Verfügung?

Das Thema Rechts­ra­di­ka­lis­mus bewegt die Gesell­schaft und stellt auch die Soziale Arbeit vor große Her­aus­for­de­run­gen. Erklärte Stra­te­gie der Neo­na­zis ist es, über Arbeit in sozia­len Beru­fen und sozia­len Diens­ten Ein­fluss auf die Gesell­schaft zu neh­men und diese „von innen her­aus“ zu ver­än­dern. Neben Ver­ei­nen und sozia­len Bewe­gun­gen sind zuneh­mend auch Aus­bil­dungs­stät­ten und Ein­rich­tun­gen der Sozia­len Arbeit damit kon­fron­tiert. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat sich das öffent­li­che Auf­tre­ten der neuen Rech­ten gewan­delt. Wäh­rend in den 1990er Jah­ren Skin­heads das Bild des Rechts­ra­di­ka­lis­mus präg­ten, ist seit eini­gen Jah­ren eine „neue Unauf­fäl­lig­keit“ der Rech­ten zu beob­ach­ten. Nicht nur in der Sozia­len Arbeit herrscht große Ver­un­si­che­rung wie mit ihnen umzu­ge­hen ist.

Neben theo­re­ti­schen Fra­ge­stel­lun­gen wer­den daher auch pra­xis­re­le­vante Aspekte the­ma­ti­siert: Wel­che prä­ven­ti­ven Maß­nah­men kön­nen Kin­der und Jugend­li­che vor rechts­ex­tre­men Ein­flüs­sen schüt­zen? Wie kann sich die Soziale Arbeit in ihrem Selbst­ver­ständ­nis als Men­schen­rechts­pro­fes­sion die­sen neuen Her­aus­for­de­run­gen stel­len? Wie kön­nen ent­spre­chende Inhalte auch im Stu­dium ange­mes­sen berück­sich­tigt werden?

Die Ring­vor­le­sung rich­tet sich an Stu­die­rende der FH Kiel, Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus der Pra­xis und an die inter­es­sierte Öffentlichkeit.

PRO­GRAMM

26. Sep­tem­ber 2012
Prof. Dr. Rai­ner Fret­sch­ner /​Anne Bend­lin (FH Kiel)
Rechts­ra­di­ka­lis­mus und Soziale Arbeit – Rechte in der Sozia­len Arbeit

10. Okto­ber 2012
Prof. Dr. Mela­nie Groß (FH Kiel)
Rechts­ra­di­ka­lis­mus und Jugendarbeit

17. Okto­ber 2012
Jan Sched­ler (Ruhr‐​Universität Bochum)
Auto­nome Natio­na­lis­ten – Moder­ni­sie­rung des Neonazismus?

24. Okto­ber 2012
Prof. Dr. Fabian Lamp (FH Kiel)
„Das Schönste im BDM war die Gemein­schaft“ – Zur Ambi­va­lenz des Gemein­schafts­be­griffs in der Sozialpädagogik

31. Okto­ber 2012
Prof. Dr. Hajo Jakobs (FH Kiel)
Das Kon­zept des auto­ri­tä­ren Cha­rak­ters in der Kri­ti­schen Theorie

21. Novem­ber 2012
Prof. Dr. Chris­tiane Micus‐​Loos (FH Kiel)
Gen­der und Rechtsradikalismus

28. Novem­ber 2012
Kath­rin Agha­miri /​Prof. Dr. Rain­gard Knauer (FH Kiel)
Demo­kra­tie in der Heimerziehung

05. Dezem­ber 2012
Prof. Dr. Ariane Schorn (FH Kiel)
Torfsturm – Innen­le­ben einer rech­ten Jugend­cli­que. Ein Film von Dag­mar Gellert

12. Dezem­ber 2012
Prof. Dr. Gaby Lenz (FH Kiel)
Rechts­ra­di­ka­lis­mus und Hochschule

Die öffent­li­chen Vor­le­sun­gen fin­den mitt­wochs von 14.15 – 15.45 Uhr in Hör­saal 7 des gro­ßen Hör­saal­ge­bäu­des (Sokra­tes­platz 6, 24149 Kiel) auf dem Cam­pus der Fach­hoch­schule Kiel statt.

Ansprech­part­ner
Prof. Dr. Rai­ner Fret­sch­ner (E‐​Mail: rainer.​fretschner@​fh-​kiel.​de)

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