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Samstag, 03. Februar 2018

Le BelvE

Raise

Le BelvE – Raise
Le BelvE – Raise

2014 haben sich Fran­cesco Tap­paro (Gesang und Gitarre) und Leo­nardo Fer­rari (Schlag­zeug) als Le BelvE gegrün­det. Zusam­men­ge­fun­den haben sie, weil beide eine Vor­liebe für den Blues hegen. Doch wer jetzt bei der ers­ten Ver­öf­fent­li­chung ver­mu­tet, man höre hier jetzt die­ses Genre in Rein­kul­tur, der wird ent­täuscht sein.

Denn die ita­lie­ni­sche Band spielt diese Musik nicht im tra­di­tio­nel­len Sinne und nutzt sie eher als ein Stil­mit­tel. Musi­ka­lisch ist das, was man auf der EP „Raise“ hört, eher dem klas­si­schen Indie zuzu­ord­nen. Dabei muss man aber den Begriff defi­nie­ren, nicht der Indie, der von Hips­tern ver­wen­det wird, son­dern der aus­drückt, dass die Band unab­hän­gig ist.

So erscheint die­ses Klein­for­mat in Eigen­re­gie, und auch die Musik ist eher dem Indie von frü­her geschul­det. Hier klin­gen die Songs unkon­ven­tio­nell, und das hört man gleich zu Anfang. „Viareg­gio“ hat einen span­nen­den tro­cke­nen Rhyth­mus, die Gitarre ist irgend­wie tanz­bar, und der Gesang ist in Lan­des­spra­che, aber auch lei­den­schaft­lich, und wei­gert sich auch nicht, die Fas­sung zu verlieren.

Pills“ ist sehr lang­sa­mer Gitar­ren­rock, bei dem der Song zwar nicht hef­tig brennt, aber lange glüht. „Irdei“ klingt wie Franz Fer­di­nand mit Ener­gie, Punk und Rotz im Her­zen. Düs­ter und thea­tra­lisch geht es bei „Venerdi“ zu. „007“ ist der Tanz­hit auf der Platte, mit­samt sei­nem Surf‐​Sound der im Noise mün­det. Der Schluss­song „Ashuak“ ist auch thea­tra­lisch, und den­noch ist auch noch Platz für Psy­che­de­li­sches. Wird Zeit für ein gan­zes Album!

Erschie­nen bei: Self Released
lebelve​.band​camp​.com/​a​l​b​u​m​/​raise

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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