Mittwoch, 18. April 2012
WishlessMusikalisch wollen sie gleich bei diesem Debüt alles richtig machen und am liebsten gleich ins Radio kommen. Das könnte auch funktionieren, denn ihre Songs sind so eingängig, dass man sie nur schwer aus dem Kopf bekommt.
Dafür muss man aber auch sagen, dass die meisten Lieder von Wishless (haben als Schülerband angefangen) wirklich glatt poliert produziert wurden. Es wird hier nichts dem Zufall über– und keine Kanten übrig gelassen.
Dass ist eigentlich nicht schön und dennoch nicht so schlimm. Denn es ist typischer Rock‐Pop, der sicherlich vielen gefallen wird. Der Opener „How Should I Let You Know“kommt mit angenehmen Hooks daher und ist eine der schnelleren Nummern auf diesem Album. Man merkt schnell, dass Bon‐Jovi‐Hörer dieses mögen werden.
„I Don’t Wanna Wake Up“ ist sehr gefühlvoll und zeigt, dass die Herren aus Siegen auch Balladen aus dem Effeff beherrschen. Gitarrensoli schrecken sie ebenso wenig ab, und dennoch bleiben sie dann bei Songs wie „Waste No Time“. Dabei beschleicht einen manchmal tatsächlich der Verdacht, sie wollen ausbrechen, aber dann trauen sie sich nicht, und so schaffen sie es nicht, an Bon Jovi vorbeizuziehen.
Es fehlt den Herrenein wenig der Mut, aber dafür haben sie immer einen gewissen Wohlklang in ihren Songs und könnten ihren Platz zwischen Orange Blue, Savage Garden und Bon Jovi finden.
Erschienen bei: STF Records
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