Freitag, 18. November 2011
“Endlich wieder in Kiel!”Mit einer Vielzahl an Songs, die größtenteils aus den im Herbst 2011 wiederveröffentlichten Alben „Helios“ und „BOAphenia“ stammten, schaffte die Band ein gutes Konzert auf die Bühne zu bringen. Eine friedliche, freundliche Atmosphäre im dunklen Saal erinnert an alte Szeneclubzeiten Anfang der 90er, in denen die Band bekannt wurde.
Der Einstiegstitel „Euphoria“, der gemeinsam mit Sängerin Pia Lund gesungen wurde, bot einen guten Start für eine Fangemeinde, die nicht erst überzeugt werden muss. Das Publikum kannte die Musik meist aus ihrer Jugend und war dementsprechend auch Größtenteils der Ü– 30ern zuzuordnen.
„Endlich wieder in Kiel! Und das nach 22 Jahren!“ rief jemand begeistert aus dem Publikum zu. „Das stimmt nicht! Wir waren zwischendurch auch wieder hier. Nur Du warst nicht da!“ erwiderte Phillip Boa, der ansonsten recht wenig Kommentare zwischen den Liedern von sich gab.
Der Wechsel zwischen ruhigen Liedern und schnelleren Stücken sorgte für eine angenehme Mischung. Es wurde ausgelassen getanzt oder zurückhaltend mitbewegt. Phillip Boa schienen die schnelleren Songs besser zu gefallen, denn er wirkte ausgelassener, wenn er das Publikum miteinbeziehen konnte. Dieses nahm die Aufforderung gerne zum Anlass noch mehr Einsatz zu zeigen.Das bekanntesten Stück „Container Love“ wurde mit Begeisterung erwarten und entsprechend umjubelt.
Als Zugaben gab es das verträumte „And then she kissed her“ und das Publikum unterstützte hingebungsvoll den Gesang. Es folgt das Cover „Love will tear us apart“ von Joy Division, einer Band, die Phillip Boa zu seiner Musik inspiriert hat. Als krönender Abschluss wurde es nochmal rockig schnell und alle sangen mit bei „Kill your Ideals“.
Ein optimal eingestellter Sound macht das Konzert zu einem angenehmen Klangerlebnis. Nach all den Jahren hat die Band wiedermal bewiesen, dass sie als Liveband ihr Handwerk verstehen. Und der eine oder andere wird sich sicherlich die alten Alben noch am selben Abend zugelegt haben.