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Dienstag, 08. Januar 2019

Parcels

Parcels

Parcels – Parcels
Parcels – Parcels

Zuge­ge­ben, der Cock­tail, den die Band Par­cels hier ser­viert, ist nicht ganz neu, und man mag auch schon sagen, dass man die­sen bestimmt des öfte­ren auf ande­ren Geträn­ke­kar­ten gefun­den hat. Die Süße ist auch über­all gleich, und eigent­lich hat jeder Bar­kee­per das glei­che Rezept. Doch im Fall von Par­cels mun­det es viel frischer.

Doch erst ein­mal die kurze Geschichte der fünf­köp­fi­gen Band, von der einer aus­sieht wie George Har­ri­son zur „The White Album“-Phase. Zusam­men­ge­fun­den haben sie sich in Aus­tra­lien, und 2017erschien der Song „Bemys­elf“, der ein wenig Ruhm ein­heim­sen konnte. Zuvor hat­ten sie schon mit Daft Punk zusam­men­ge­ar­bei­tet. Mitt­ler­weile sind sie in Ber­lin gestran­det und kurz davor, Stars zu wer­den und das mit einem bekann­ten Cocktail.

Bei eini­gen Momen­ten, wie „Clo­se­towhy“, hört man dann auch Refe­ren­zen an Daft Punk, aber eher in ihrer Disco‐​Phase, und somit ist man auch bei French House, da ist es zu Pho­enix auch nicht weit. Diese Leich­tig­keit und per­len­den Ele­mente der non­cha­lan­ten Fran­zo­sen hört man bei „Tie­du­pright­now“ her­aus. Gerne zieht es die Jung­spunde zu alter Musik in Form von schö­nen Pop‐​Perlen à la Stealy Dan oder Yacht‐​Pop und Soft‐​Rock‐​Momenten und einem Groove von alten Chic‐​Platten.

Also immer sehr ele­gant, stil­si­cher, glän­zend und den­noch nicht steif. Klar, das ist eine Ange­le­gen­heit, die meist süß­lich schmeckt und die man gefühlt schon sehr oft gehört hat. Doch sel­ten wurde es so leicht und glück­lich­ma­chend ver­mit­telt und der mitt­schnelle Groove summt einem gerne im Ohr herum, wie bei „Ligh­tenup“ oder bei der herr­li­chen Tag­träu­me­rei „Yourfault“.

Par­cels haben mit „Par­cels“ ein schö­nes Debüt abge­lie­fert, wel­ches viele Gen­res auf­greift, die mit lau­ter Klischee‐​Fallen behaf­tet sind, und den­noch tap­sen sie nicht her­ein. Im Gegen­teil, die­ser Cock­tail schmeckt frisch und hat eine Geheim­zu­tat, die man nach meh­re­ren Durch­läu­fen noch immer nicht herausschmeckt.

Erschie­nen bei: Caro­line /​Uni­ver­sal

www​.par​cels​mu​sic​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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