// Musik

Dienstag, 13. März 2018

Gareth Dickson

Orwell Court

Gareth Dickson – Orwell Court
Gareth Dickson – Orwell Court

Man sagt ja gerne, dass der Schotte ein sehr spar­sa­mer Mensch sei. Hört man „Orwell Court“ von Gareth Dick­son, kann man zumin­dest fest­stel­len, dass er nun nicht gerade über­schwäng­lich freu­dige Songs schreibt. Dafür ist Gareth Dick­son recht flei­ßig, schließ­lich hat man es bei „Orwell Court“ mit sei­nem ach­ten regu­lä­ren Lang­spie­ler zu tun.

Man sagt ja gerne, dass der Schotte ein sehr spar­sa­mer Mensch sei. Hört man „Orwell Court“ von Gareth Dick­son, kann man zumin­dest fest­stel­len, dass er nun nicht gerade über­schwäng­lich freu­dige Songs schreibt. Dafür ist Gareth Dick­son recht flei­ßig, schließ­lich hat man es bei „Orwell Court“ mit sei­nem ach­ten regu­lä­ren Lang­spie­ler zu tun.

Die Songs auf die­ser Platte muten im ers­ten Moment tat­säch­lich spär­lich an und huschen sanft durch die Gehör­gänge. Doch man muss die­ser Song­samm­lung auch ein biss­chen Zeit und die Chance zur Ent­fal­tung geben. Gleich der Opener ist so sanft­mü­tig, dass man das Gefühl hat, José Gon­zá­lez sei dage­gen ein Schrei­hals und seine Songs rich­tige Charts­hits. Gareth Dick­son haucht schon beim Opener „Two Halfs“ so leicht, ver­schämt und schüch­tern ins Mikro.

Noch ver­träum­ter und sche­men­haf­ter geht es dann mit „The Big Lie“ wei­ter, ein paar kaum spür­bare Gitarren‐​Licks sind vor­han­den, und den Rest der Klänge fin­det man in einer ver­träum­ten Wolke wie­der. Im Prin­zip zieht sich diese Rezep­tur über das ganze Album, so war es auch schon auf den Vor­gän­gern. Das mag im ers­ten Hören lang­wei­len, doch die Songs errei­chen nach mehr­ma­li­gem Hören durch­aus einen beson­de­ren Charme. So weich und skiz­ziert und den­noch wär­mend klingt Musik sehr selten.

Erschie­nen bei: Discolexique
www​.gare​th​dick​son​.co​.uk

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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