// Musik

Freitag, 09. November 2018

Razorlight

Olympus Sleeping

Razorlight -Olympus Sleeping
Razorlight -Olympus Sleeping

Wo waren Razo­r­light in den letz­ten zehn Jah­ren? 2008 hat­ten sie mit dem Album „Slip­way Fires“ und dem Song „Wire To Wire“ einen immen­sen Erfolg. Man könnte mei­nen, dass der ehe­ma­lige The Liber­ti­nes Musi­ker Johnny Bor­rell vom Erfolg so gesät­tigt war, dass er erst ein­mal zu faul war um aktiv zu bleiben.

Wenn man auch ehr­lich ist, hat man diese Band auch nicht wirk­lich ver­misst und der Solover­such von Johnny Bor­rell machte nicht gerade Hun­ger nach mehr. Ent­spre­chend ist man eher unin­ter­es­siert an einem neuen Album von Razo­r­light, zumal von der letz­ten Beset­zung nur noch Bor­rell übrig ist.

Doch das Schöne an „Olym­pus Sleeping“ ist, dass keine Ent­täu­schung, son­dern sogar das Gegen­teil ein­tritt. Man wird mit­ge­ris­sen und erlebt eine Band, die unbe­schwert und befreit vom kom­mer­zi­el­len Druck Songs schreibt, die Spaß machen und auch mal ein wenig schief sein dür­fen. Songs, die man hört, wenn man sich im Früh­ling ver­liebt und man am liebs­ten nur tan­zen möchte – da funk­tio­niert „Mid­sum­mer Girl“ her­vor­ra­gend, weil hier die Melo­die aus dem Bauch kommt und nicht irgend­wel­che markt­stra­te­gi­schen Ziele ver­folgt werden.

Oder der Opener und zugleich Sin­gle „Got To Let The Good Times Back Into You“ – ein herr­li­cher Power‐​Pop Song, bei den es wie­der rum­peln darf und den­noch ist es unge­mein ein­gän­gig. Auch wer­den die Instru­mente wie­der ver­mehrt auf rockige Songs getrimmt, ohne in typi­sche Kli­schees zu tap­sen. „Brigh­ton Pier“ hat Nothern Soul Spo­ren und bei „Good Night“ erlebt man tanz­ba­ren Indie‐​Pnk‐​Pop der auch noch unge­mein unter­halt­sam ist und lärmt.

So sehr begeis­tert einen „Olym­pus Sleeping“, dass man fest­stel­len muss, dass kaum eine Schwä­che zu finden.

Erschie­nen bei: Believe Digi­tal /​Soul­food
www​.face​book​.com/​R​a​z​o​r​light

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

facebook

 

Werbung