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Dienstag, 14. November 2017

Otherkin

OK

Otherkin – OK
Otherkin – OK

Wenn sich eine Band aus Musi­kern zusam­men­setzt, die alle unter­schied­li­che favo­ri­sierte Gen­res haben, dann kommt meist eine sehr bunte Mix­tur her­aus. Auch Other­kin sind eine Band, wo jeder eine andere Musik­rich­tung schätzt. Einer ist Fan von Hip­Hop, ein ande­rer ist dem Jazz zuge­wandt, dazu noch ein BritPop‐​Anhänger, und dann gibt es noch einen Punk‐​Rocker.

Es ist also schwer zu sagen, wie diese junge bri­ti­sche Band aus Dub­lin klingt, wenn man es nur anhand die­ser Fak­ten ding­fest machen würde. Es ist erstaun­lich auf eine Rich­tung getrimmt. Gerad­li­ni­ger Rock, der durch­aus mit dem Auf­kom­men von The Strokes und ande­ren Garage‐​Bands eine rich­tige Haus­num­mer hätte wer­den können.

Doch zu die­sem Zeit­punkt waren sie noch zu jung, und des­we­gen ist es auch völ­lig in Ord­nung, dass man sie viel­leicht mit die­sen Acts ver­gleicht. Aller­dings kann man davon aus­ge­hen, dass die Refe­ren­zen nur unter­be­wusst Ein­fluss neh­men konnten.

Gleich der Opener „Treat Me So Bad“ ist eine tolle Garage‐​Nummer, bei dem der Gesang ein wenig nölig und trot­zig klingt und auch auf „Is This It“ für Furore gesorgt hätte. „Ay Ay“ haben Other­kin schon letz­tes Jahr her­aus­ge­hauen, und auch das hätte einen Platz auf besag­tem Mei­len­stein fin­den kön­nen. Man könnte fast ver­mu­ten, dass Other­kin eine The‐​Strokes‐​Tribute‐​Band sind, die nur eigene Stü­cke spielen.

Doch es gibt den­noch ein paar Unter­schiede, und die erkennt man bei „Enabler“ beson­ders gut. Denn Other­kin wagen auch mal ihre Instru­mente auf Frontal‐​Angriff zu schal­ten oder beim Schluß­song „So So“ lär­men­den Rock zu ser­vie­ren und dabei eine gute Dyna­mik frei­zu­le­gen. In die­sen Momen­ten ver­steht man auch, warum Lars Ulrich von Metal­lica an Other­kin einen Nar­ren gefres­sen hat.

Erschie­nen bei: ADA /​War­ner
www​.other​ki​nok​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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