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Montag, 25. Juni 2018

Stadtentwicklung

Neue Orte braucht die Stadt: Kiel auf Kurs

Foto: Landeshauptstadt Kiel / Bodo Quante
Foto: Landeshauptstadt Kiel / Bodo Quante

Cha­rak­te­ris­ti­sche Bau­werke kön­nen die Stadt­ent­wick­lung posi­tiv beein­flus­sen und einen Impuls für die Auf­wer­tung gan­zer Quar­tiere lie­fern. Sol­che „Neuen Orte“ unter­sucht die gleich­na­mige Bau­kul­tur­werk­statt am 4. und 5. Juli in Kiel. Dazu laden die Bun­des­stif­tung Bau­kul­tur und die schleswig‐​holsteinische Lan­des­haupt­stadt Bau­schaf­fende aller Dis­zi­pli­nen sowie die inter­es­sierte Öffent­lich­keit ein. Im Stena Ter­mi­nal am Schwe­den­kai geht es an zwei Tagen um stra­te­gi­sche Stand­ort­ent­wick­lung – mit der Mög­lich­keit, aktiv an den Werk­statt­ti­schen mit­zu­wir­ken. Der Ein­tritt zur Ver­an­stal­tung ist kos­ten­frei, eine Anmel­dung noch möglich.

Neue Orte ent­ste­hen, wenn alte bau­li­che Zeit­zeu­gen eine Zukunfts­per­spek­tive erhal­ten, etwa durch Umnut­zung, Umbau und fri­sche Ideen. Ein­zelne städ­ti­sche Orte kön­nen dabei Ent­wick­lungs­im­pulse auch für ihr Umfeld geben, ganze Quar­tiere auf­wer­ten und damit einen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess in Gang set­zen. In einem sol­chen Pro­zess befin­det sich der­zeit die schleswig‐​holsteinische Lan­des­haupt­stadt Kiel. Trotz gro­ßer Kriegs­zer­stö­run­gen gilt es hier, die Iden­ti­tät ein­zel­ner Orte zu bewah­ren, und diese gleich­zei­tig an die aktu­el­len Bedürf­nisse ihrer Bür­ger anzupassen.

Zum ers­ten Mal arbei­tet eine Werk­statt der Bun­des­stif­tung Bau­kul­tur nicht nur in, son­dern auch für kon­krete Orte einer Stadt – und das mit dem unbe­fan­ge­nen, offe­nen Blick von außen“, erläu­tert Rei­ner Nagel, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Bun­des­stif­tung Bau­kul­tur, das Konzept.

Kiels Bau­de­zer­nen­tin Doris Grondke freut sich auf die Pre­miere und ist „gespannt auf die Ergeb­nisse“. Grondke erhofft sich neue Impulse für die Stadt­ent­wick­lung: „Kiel ist eine Stadt mit viel Poten­tial. Die Bau­kul­tur­werk­statt wird uns dabei unter­stüt­zen, Ent­wick­lungs­räume zu erkun­den und alte Orte zu neuem Leben zu erwecken.“

Die Bau­kul­tur­werk­statt beginnt am Mitt­woch, 4. Juli wahl­weise mit einem geführ­ten Stadt­spa­zier­gang durch die Kie­ler Innen­stadt oder einer Boots­fahrt über die Förde. Im Stena Ter­mi­nal am Schwe­den­kai erwar­ten die Teil­neh­men­den Vor­träge sowie eine Podi­ums­dis­kus­sion zur stra­te­gi­schen Stadt­ent­wick­lung mit Bei­spie­len auch jen­seits von Kiel.

Das Pro­gramm am Don­ners­tag, 5. Juli 2018 star­tet mit einer Orts­be­ge­hung: Das Olym­pia­zen­trum Schilk­see, die Fes­tung Fried­rich­sort sowie der Uni­ver­si­täts­cam­pus der Christian‐​Albrechts‐​Universität zu Kiel ste­hen den Teil­neh­men­den zur Aus­wahl. Die Stra­te­gien zur Wei­ter­ent­wick­lung die­ses bau­li­chen Erbes aus ver­schie­de­nen Epo­chen sol­len anschlie­ßend an Werk­statt­ti­schen dis­ku­tiert wer­den – auch hier mit dem Ziel, Anre­gun­gen für andere Städte zu geben.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm, zu Koope­ra­ti­ons­part­nern und zur Anmel­dung unter:

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