// Kultur

Samstag, 27. August 2011

12. Kieler Museumsnacht

Nacht der offenen Türen

Die Stadt Kiel und die Falckenstein pendelten zwischen dem Ost- und dem Westufer - Foto: KIK
Die Stadt Kiel und die Falckenstein pendelten zwischen dem Ost- und dem Westufer - Foto: KIK

Mit einem wür­di­gen Ereig­nis ging ges­tern (26. August) der Kie­ler Kul­tur­som­mer zu Ende: der 12. Kie­ler Muse­ums­nacht. Bereits in den frü­hen Abend­stun­den tum­mel­ten sich viele Kul­tur­be­geis­terte aus Kiel und umzu zwi­schen den 21 teil­neh­men­den Museen, Gale­rien und kul­tu­rel­len Insti­tu­tio­nen. Zurecht, denn von 19 Uhr bis in die Nacht gab es Vie­les zu ent­de­cken, zu ler­nen und zu bestau­nen. Ein bun­ter Mix aus Musik, Kunst, Lite­ra­tur, Wis­sen­schaft und Thea­ter – nicht nur in der Vitrine, son­dern auch zum anfas­sen und mitmachen…

Die vie­len Ein­reich­tun­gen der Kie­ler Kul­tur­land­schaft zeig­ten sich ein wei­te­res Mal von ihrer bes­ten Seite. Neben alt­be­kann­ten High­lights wie Aqua­rium oder Kunst­halle waren auch in die­sem Jahr wie­der neue Pro­jekte dabei. Zum einen die frisch eröff­nete Kul­tur­werk­statt „arte­grale“ in der Revent­loual­lee. Hier gab es im Rah­men einer gemein­schaft­li­chen Aus­stel­lung eine bunte Mischung an Bil­dern von Men­schen mit und ohne Behin­de­run­gen zu sehen. Auch konn­ten die Besu­che­rin­nen und Besu­cher die Tech­ni­ken des Holz– und Linold­rucks aus­pro­bie­ren. Zum ande­ren lockte das Com­pu­ter­mu­seum der Fach­hoch­schule Kiel. Anhand einer beein­dru­cken­den Anzahl an Gerä­ten wird dort die span­nende Geschichte vom Aba­kus bis zum i‐​pad nach­ge­zeich­net. Maschi­nen so groß wie Schränke, die teil­weise gar nichts mit Com­pu­tern gemein­sam zu haben schei­nen, zogen auch Men­schen ohne gro­ßes Technik‐​Interesse in ihren Bann.

Gro­ßer Andrang im Com­pu­ter Museum – Foto: KIK

Ins­ge­samt hatte das Kie­ler Ost­ufer viel zu bie­ten. Bei den hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren war bereits die kurze Schiff­fahrt auf der his­to­ri­schen MS Stadt Kiel ein Genuss. In Diet­richs­dorf ange­kom­men trennte einen dann nur noch ein Kat­zen­sprung von vie­len wei­te­ren inter­es­san­ten Sta­tio­nen. Ob im Thea­ter­mu­seum, im Indus­trie­mu­seum Howaldt­sche Metall­gie­ße­rei oder im Medi­en­dom – für Groß und Klein gab es Vie­les zu erkund­schaf­ten. Die Fach­hoch­schlule Kiel öff­nete bei­spiels­weise meh­rere Hör­säle, um zahl­rei­che Fra­gen rund um die Welt und das Uni­ver­sum zu beant­wor­ten. Im Kel­ler des Medi­en­doms wurde es dann mit Film­füh­run­gen zum „Him­mel auf Erden“ noch etwas anschau­li­cher: Wäh­rend man sich im Kino­ses­sel gemüt­lich ein bischen ent­span­nen konnte, erfuhr man gleich­zei­tig etwas über den Ster­nen­him­mel und seine For­ma­tio­nen. Und wer von so vie­len Ein­drü­cken Hun­ger bekam, konnte sich gleich im Anschluss an dem rie­si­gen Kuchen­buf­fet bedie­nen. Bei die­sem umfang­rei­chen Pro­gramm störte es gar nicht, dass es zwi­schen­durch stark gewit­terte. Das lange wäh­rende Blit­zen wirkte eher wie der pas­sende Rah­men für eine Nacht voll kul­tu­rel­ler Span­nung und Unterhaltung!

Fotos

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Über den Autor

Ute Bergmann Ute Bergmann

…ist 2006 zum Stu­dium der Euro­päi­schen Ethnologie/​Volkskunde, Sla­vis­tik und Psy­cho­lo­gie nach Kiel gekom­men. Mitt­ler­weile hat sie ihren Magis­ter in der Tasche und fühlt sich in Kiel wie zuhause.

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