// Musik

Donnerstag, 16. November 2017

Washed Out

Mister Yellow

Washed Out – Mister Yellow
Washed Out – Mister Yellow

Es ist ja nicht so, dass die drei Alben von Was­hed Out wie Labor­tests klan­gen. Nein, das ganz bestimmt nicht! Schließ­lich war die Musik von Ernest Greene schon immer mit einer gewis­sen Ver­spielt­heit bestückt. „Mis­ter Yel­low“ sta­chelt die­sen Spiel­trieb spür­bar mehr an. Einige behaup­ten, dass Ernest Greene in einer Quar­ter Life Cri­sis steckt , er will also nie erwach­sen sein.

Ver­mut­lich hat er sich genau des­we­gen die­ses ambi­tio­nierte Vor­ha­ben vor­ge­nom­men, ein visu­el­les Album auf­zu­neh­men. Das bedeu­tet, dass es nicht nur eine schnöde CD (oder Vinyl) gibt, son­dern auch eine DVD mit der bild­haf­ten Umset­zung der neuen Songs. Doch auch, wenn man seine Augen nicht benutzt und sich nur auf die Ohren ver­lässt, bemerkt man, dass Greene mit­ten in der Quar­ter Life Cri­sis sich befindet.

Im Prin­zip ist es auch die Fort­füh­rung der letz­ten bei­den Werke. Das eine war der Sound­track zu zweit im Schlaf­zim­mer, als nächs­tes zog Greene seine Fans ins Freie, um den Früh­ling zu genie­ßen. Mit „Was­hed Out“ begibt man sich ins Nacht­le­ben und in die Clubs. Aller­dings wird man nicht von wil­den und har­ten Beats überfordert.

Auch dies­mal ist seine Musik anschmieg­sam und pass­ge­nau auf seine DNA abge­stimmt. Es groovt smart, und es wer­den viele Klang­stü­cke zusam­men­ge­setzt, so dass herr­li­che Col­la­gen ent­stan­den sind. Natür­lich ist es Musi­que Con­crete, aber eine mit Disco beheizte, und natür­lich sind The Avalan­ches hier nicht mehr weit. Da passt es, dass die­ses neue Werk beim Stone Throw Label her­aus­kommt, ein Label, das für muti­gen und klu­gen Hip­Hop bekannt ist. Auch Jazz fin­det sich in leich­ten Noten hier wieder,psychedelisch ist es zudem.

Das Schöne dabei ist, dass nicht nur die Disco‐​Kugel schnell rotiert, wie etwa bei „Get Lost“. Nein, auch sanft anschmei­chelnd und den­noch kein biss­chen schief, wie beim Schluss­song „Mil­lion Miles Away“ ist mög­lich. Die Band­breite ist gut auf­ge­stellt, und es macht wirk­lich Spaß, mit Greene die Nacht­tour zu bestrei­ten und dabei viele Momente zu erle­ben. Doch das Wich­tigste ist: es macht unge­mein Spaß.

Erschie­nen bei: Stone Thrwo /​Groove Attack
was​he​dout​.net

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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