// Musik

Donnerstag, 03. August 2017

The Dirty Nil

Minimum R & B

The Dirty Nil – Minimum R & B
The Dirty Nil – Minimum R & B

Vor unge­fähr einem Jahr erschien das Debüt „Hig­her Power“ von The Dirty Nil. Mit die­sem Werk wur­den The Dirty Nil mit jeder Menge guter Kri­tik über­häuft und hat dem alten Gaul Rock mal wie­der neuen Antrieb ver­passt. Dabei haben sie eine Prise aus Punk, Hard­core und Wut ver­mengt, und damit eines der bes­ten Plat­ten des letz­ten Jah­res beschert.

Mini­mum R & B“ ist nun nicht der Nach­fol­ger. Viel­mehr han­delt es sich hier­bei um eine Com­pi­la­tion mit den Wer­ken vor dem gefei­er­ten Debüt. Meist geht so ein Vor­ha­ben in die Hose, wenn man nur ein Album vor­zu­wei­sen hat und dann die Songs zusam­men­kehrt die zuvor auf­ge­nom­men wur­den, aber sich nicht auf dem Regu­lä­ren wie­der­ge­fun­den haben.

Doch von halb­ga­ren oder losen Stück­wer­ken kann bei „Mini­mum R & B“ nicht gespro­chen wer­den. Wenn man sich die gan­zen elf Songs auf die­ser Zusam­men­stel­lung anhört, hat man aber das Gefühl, dass man es mit einem regu­lä­ren Album zu tun hat. Ledig­lich „Hate Is A Stone“ fällt mit sei­nem son­der­ba­ren Gesang und den leich­ten kar­gen Arran­ge­ments aus, wel­ches nur aus Schlag­zeug und Sai­ten­in­stru­men­ten besteht.

Die rest­li­chen zehn Stü­cke haben alle immer einen unglaub­li­chen Drive und auch immer eine grif­fige Melo­die, die aber immer mit einer guten Por­tion Zorn ver­packt ist. Manch­mal kann man viele der Songs auch mit Nir­vana ver­glei­chen. Schließ­lich ist die Ver­zwei­fe­lung da, Lärm, aber auch einen guten Hang zum Pop. „Mini­mum R & B“ ist also eine wirk­li­che gute Werk­schau, die eben nicht danach klingt, son­dern wie ein packen­des und mit­rei­ßen­des Album.

Erschie­nen bei: Dina Alone Records /​Caro­line /​Uni­ver­sal
the​dir​ty​nil​.band​camp​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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