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Donnerstag, 25. März 2010

Ausflugstipp

Maschinenmuseum Kiel-Wik

Ein Notstrom-Diesel, der sogar im Museum funktioniert - Foto: KIK
Ein Notstrom-Diesel, der sogar im Museum funktioniert - Foto: KIK

Nur noch wenige Tage, dann fan­gen die Oster­fe­rien in Schleswig‐​Holstein an. Und das Wet­ter ver­lei­tet dazu, hier in Kiel zu blei­ben. Warum dann nicht mal die eine oder andere Perle an Aus­flugs­zie­len in und um Kiel besu­chen? Heute emp­feh­len wir das Maschi­nen­mu­seum in Kiel‐​Wik direkt am Kanal. Hier kön­nen Maschi­nen nicht nur besich­tigt wer­den, son­dern auch dabei beob­ach­tet wer­den, wie sie funktionieren.

Der Stif­tung Maschi­nen­mu­seum Kiel‐​Wik, Betrei­ber des Muse­ums, ist es wich­tig, die Expo­nate leben­dig zu prä­sen­tie­ren. Das heißt, dass die Maschi­nen tat­säch­lich auch betrie­ben wer­den. Und sofort, wenn man die Räume des Muse­ums betritt, umfängt einen die­ser typi­sche Geruch von Öl, Maschi­nen und Werk­statt. Die Maschi­nen leben in den Räu­men und der Besu­cher bekommt sofort den Ein­druck, dass jeder­zeit irgendwo eine Maschine loslegt.

Es rum­pelt, dampft und zischt

Die­sel und Dampf neben­ein­an­der – Foto: KIK

In den bei­den Gebäu­den des ehe­ma­li­gen Kie­ler Gas­werks befin­den sich unter­schied­lichste Moto­ren. Im ers­ten, grö­ße­ren Gebäude nimmt eine alte Dampf­ma­schine den größ­ten Raum ein. Sie wurde gebaut, um Kie­ler Stu­den­ten die Funk­tion die­ser Maschi­nen am „leben­den“ Objekt dar­zu­stel­len. Auf­wen­dig an ihren neuen Ort im Museum gebracht, dient sie nun wei­ter­hin Demons­tra­ti­ons­zwe­cken. Hier wird sie aller­dings mit Druck­luft betrie­ben. Das ist siche­rer und bie­tet trotz­dem einen sehr guten Ein­blick in die Funk­ti­ons­weise von Dampf­ma­schi­nen. Im Zusam­men­hang mit die­ser Maschine gibt es hier auch die Mög­lich­keit, einen Blick auf den Beginn der Indus­tria­li­sie­rung zu rich­ten. Das Maschi­nen­mu­seum zeigt diverse Werk­zeuge, die zum Teil mit der Hand, aber auch über Trans­mis­si­ons­rie­men durch die Dampf­ma­schine ange­trie­ben wer­den. Schul­klas­sen stel­len hier zum Bei­spiel kleine Schlüs­sel­an­hän­ger als selbst­ge­mach­tes Anden­ken her.

Im zwei­ten Gebäude bil­det ein U‐​Boot Die­sel den zen­tralen Blick­fang. Im ehe­ma­li­gen Lok­schup­pen wurde ein Die­sel der U‐​Bootklasse XXIII auf­ge­stellt. Er ist jeder­zeit funk­ti­ons­fä­hig und kann zum Bei­spiel dafür benutzt wer­den, um Strom zu erzeu­gen. Seine beein­dru­ckende Größe und die Wärme, die er abstrahlt, fas­zi­nie­ren sicher­lich nicht nur Jungs und Män­ner. Neben dem Motor wer­den aber auch die dazu­ge­hö­ri­gen Werk­zeuge und zum Bei­spiel Kom­pres­so­ren für U‐​Boot‐​Druckkörper gezeigt.

Gro­ßes Ange­bot – freier Eintritt

Hier kom­men Modell groß raus – Foto: KIK

Neben die­sen vie­len gro­ßen Moto­ren gibt es aber auch sehr viele Modelle und Schau­ta­feln zu sehen. Die­ses Museum biet­et also einen umfas­sen­den Blick in die Welt der Maschi­nen. Obwohl nur durch die Stif­tung und Spen­den finan­ziert, ist das Ange­bot außer­or­dent­lich groß und der Ein­tritt frei. Doch damit die­ses Ange­bot wei­ter­hin so groß sein kann, bit­ten die Macher um eine Spende nach dem Besuch des Muse­ums. Außer­dem kann man auch als Bei­stif­ter oder durch Sach­spen­den diese Ein­rich­tung unter­stüt­zen. Das Museum ist von Mon­tag bis Frei­tag von 10 bis 16 Uhr geöff­net. An Werk­ta­gen wer­den die Maschi­nen zwar nicht betrie­ben, jedoch ist eine fach­kun­dige Füh­rung garan­tiert. Rich­tig inter­es­sant wird es aber ein­mal im Monat. An jedem drit­ten Sonn­tag im Monat wer­den zu bestimm­ten The­men die Maschi­nen ein­ge­schal­tet. Dann ist das Museum von 11 bis 17 Uhr geöff­net. Die nächs­ten The­men sind:

  • 18. April: „Leben­dige Kraft aus Feuer und Dampf“
  • 16. Mai: Inter­na­tio­na­ler Museumstag
  • 20. Juni: Die Visio­nen des Wil­helm Bauer

Wei­tere Infor­ma­tio­nen sind wie immer auf der Web­site des Muse­ums zu finden.

Adresse:
Am Kiel‐​Kanal 44
24106 Kiel

Fotos

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Über den Autor

Christoph Krenz Christoph Krenz

Foto­graf – Reporter

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