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Freitag, 02. März 2018

Sarah Walk

Little Black Book

Sarah Walk – Little Black Book
Sarah Walk – Little Black Book

Es wird oft von Künst­lern gesagt, dass genau die­ses Album ein sehr emo­tio­na­les sei, oft bemerkt man es aber nicht. Auch Sarah Walk sagt, dass ihr Debüt „Little Black Book“ sehr gefühls­be­tont ist, doch hier erkennt man es sofort. Sie hat gesagt, dass die Arbeit zu die­sem Werk ein „kathar­ti­scher Pro­zess“ gewe­sen ist.

Man hört es sofort, diese Songs sind per­sön­lich und brau­chen nicht viele musi­ka­li­sche Klun­ker, um Ein­druck zu schin­den. Man kauft ihr diese Gefühle ab, und das Ganze wirkt nicht auf­ge­setzt. Es sind schlichte zwölf Lie­der, meist eher dunk­ler Natur, was aber bei dem Titel des Albums auch nicht ver­wun­dert. Zier­lich, dun­kel und ehr­lich schön ist diese Songsammlung.

Im ers­ten Durch­lauf aller­dings erschlie­ßen sich die fein­schich­ti­gen Arran­ge­ments nicht sofort. Man erkennt nicht auf Anhieb, was für feine Dyna­mik und fili­gra­ner Bom­bast in die Songs ein­ge­baut ist. Manch­mal ist es aber nicht zu über­hö­ren, wie beim Opener und zugleich Titel­stück. Erst hört man ein schüch­ter­nes Piano und zag­hafte Per­cus­sions, bis dann mit einem kräf­ti­gen Tritt eine Rock‐​Gitarre sich Ein­lass verschafft.

Auch bei „Bored To Hearth“ ist es wuch­tig, und man hört eine Mischung aus Dres­den Dolls und PJ Har­vey. Im Laufe des Albums wer­den diese Erup­tio­nen dann aber fein­füh­li­ger. Der klügste Moment ist ver­mut­lich das Schluss­lied „Keep On Drea­ming“, ein lei­den­schaft­li­ches Stück, wel­ches unter­schied­li­che Gefühle frei­legt und bei dem die Arran­ge­ments kraft­voll und den­noch zier­lich zugleich sind.

Erschie­nen bei: One Little Indian /​Indigo
www​.sarahwalk​mu​sic​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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