// Kultur

Sonntag, 19. März 2017

Drei Projekte ausgezeichnet

Kulturpreis für Kinder und Jugendliche

Szenenfoto "Jola" (Bild: J. Dahlke)
Szenenfoto "Jola" (Bild: J. Dahlke)

Stadt­prä­si­dent Hans‐​Werner Tovar und Kul­tur­de­zer­nent Wolf­gang Rött­gers über­reich­ten den Kie­ler Kul­tur­preis für Kin­der und Jugend­li­che 2016 am Sonn­tag, 19. März, im Kul­tur­Fo­rum im Neuen Rat­haus. Den mit ins­ge­samt 2.000 Euro dotier­ten Preis tei­len sich drei Pro­jekte aus den Spar­ten Tanz und Film/​Video. Gewon­nen haben der Spiel­film „Jola“, die „Smi­ley Kids“ der Kie­ler Tanz­schule K‐​System sowie die Tanz­werk­statt Gaarden.

Künst­le­ri­sches Geschick, Fan­ta­sie, Team­geist und Durch­hal­te­ver­mö­gen sind not­wen­dig, um ein krea­ti­ves Pro­jekt zu gestal­ten. Viele junge Kie­le­rin­nen und Kie­ler bewei­sen Jahr für Jahr, dass sie diese Fähig­kei­ten besit­zen. Bereits zum elf­ten Mal hat die Lan­des­haupt­stadt Kiel krea­tive Kin­der und Jugend­li­che mit einem eige­nen Kul­tur­preis aus­ge­zeich­net. Die Jury beur­teilte neun Pro­jekte aus den Berei­chen Bil­dende Kunst, Dar­stel­len­des Spiel, Film/​Video und Tanz.

Die „Smi­ley Kids“ der Kie­ler Tanz­schule K‐​System erhiel­ten für ihr Tanz­stück „Hide and Seek“ 800 Euro. Hille Nor­den und Team wur­den für ihren Spiel­film „Jola“ eben­falls mit einem Preis­geld von 800 Euro aus­ge­zeich­net. Für das Tanz­thea­ter­pro­jekt „Cha­vale – Stadt­teil­kin­der auf den Spu­ren der Roma“ gin­gen 400 Euro an die Tanz­werk­statt Gaar­den des AWO‐​Bürgerzentrums Räucherei.

Über den Preis

Der Kul­tur­preis für Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Lan­des­haupt­stadt Kiel wurde zum ers­ten Mal 2007 für das Jahr 2006 ver­lie­hen. 2013 wurde er umbe­nannt in Kie­ler Kul­tur­preis für Kin­der und Jugend­li­che. Die Bewer­bungs­phase für den Preis 2017 hat bereits begon­nen. Kin­der, Jugend­li­che und junge Erwach­sene im Alter von 6 bis 21 Jah­ren kön­nen sich bewer­ben. Auch Schü­ler­grup­pen bezie­hungs­weise Klas­sen all­ge­mein­bil­den­der Schu­len aus Kiel und Kin­der– oder Jugend­grup­pen aus dem außer­schu­li­schen Bereich wie Jugend­treffs, Jugend­ver­bände und Musik– und Tanz­schu­len in Kiel kön­nen daran teil­neh­men. Die Bewer­bun­gen nimmt die vhs‐​Kunstschule ent­ge­gen. Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es im Inter­net unter www​.kiel​.de/​k​u​l​t​u​r​/​p​reise

Die Preis­trä­ger und Begrün­dun­gen im Einzelnen

1. Preis für die „Smi­ley Kids“ der Kie­ler Tanz­schule K‐​System

Einen der bei­den ers­ten Preise erhält die Tanz­gruppe „Smi­ley Kids“. In ihrem Tanz­stück „Hide and Seek“ the­ma­ti­sie­ren die 23 Mäd­chen im Alter von 11 bis 13 Jah­ren das Zusam­men­le­ben von Heim­kin­dern. Das Pro­jekt haben sich die Mäd­chen aus­ge­dacht. Gemein­sam mit Tanz­leh­re­rin Elena Kraft ent­wi­ckel­ten und trai­nier­ten sie ein Jahr lang die Geschichte und Cho­reo­gra­fie des Tanz­stücks. Sie gewan­nen bereits den ers­ten Preis des „Dance Award Schleswig‐​Holstein“ und bei den „World Dance Mas­ters“ in Kroa­tien ertanz­ten sie sich den Weltmeistertitel.

In der Begrün­dung der Jury heißt es: „Das Tanz­stück ‚Hide and Seek‘ ist eine berüh­rende Geschichte, die künst­le­risch und cho­reo­gra­fisch auf hohem Niveau ent­wi­ckelt und umge­setzt wurde. Die Gesamt­leis­tung von der krea­ti­ven Ideen‐​Entwicklung über die choreografisch‐​szenische Umset­zung bis hin zur dar­stel­len­den Wir­kung ist ohne Zwei­fel eines ers­ten Prei­ses wür­dig.“ Das Thema Heim­kin­der sei dra­ma­tisch zuge­spitzt und reflek­tiert dar­ge­stellt. „Die Gefühle von Ein­sam­keit und Bedürf­tig­keit, Grau­sam­keit und Zunei­gung, Zuge­hö­rig­keit und Nächs­ten­liebe sind klar und ver­ständ­lich aus­ge­drückt und wur­den kraft­voll und büh­nen­reif ent­wi­ckelt und umge­setzt“, begrün­det die Jury weiter.

1. Preis für Hille Nor­den und Team

Eben­falls mit dem ers­ten Preis wer­den Hille Nor­den und Team für den Spiel­film „Jola“ aus­ge­zeich­net. Jola ist Tren­nungs­kind und auf der Suche nach Ori­en­tie­rung. Der Film für Jugend­li­che zeigt, wie Jola mit Dro­gen, sexu­el­ler Gewalt und Lan­ge­weile umgeht. Die Auto­rin, Pro­du­zen­tin und Haupt­dar­stel­le­rin Hille Nor­den war zu Beginn des Pro­jek­tes erst 16 Jahre alt.

Die Jury betont, dass Hille Nor­den bereits eine ganz eigene Künst­ler­per­sön­lich­keit sei. Durch­hal­te­ver­mö­gen, Ein­falls­reich­tum, Krea­ti­vi­tät und der feste Glaube an sich selbst kenn­zeich­nen ihre Arbeit. Das sei laut der Jury her­aus­ra­gend und preis­wür­dig: „Zusam­men mit vie­len Mit­strei­tern und Mit­strei­te­rin­nen hat sie nie­mals locker gelas­sen, nie­mals ihr Ziel aus den Augen ver­lo­ren: den ers­ten eige­nen Spiel­film zu drehen“.

3. Preis für die Tanz­werk­statt Gaar­den des AWO‐​Bürgerzentrums Räucherei

Den drit­ten Preis erhält die Tanz­werk­statt Gaar­den des AWO‐​Bürgerzentrums Räu­che­rei für ihr Tanz­thea­ter­pro­jekt „Cha­vale – Stadt­teil­kin­der auf den Spu­ren der Roma“.

Cha­vale bedeu­tet in der Spra­che der Roma Kin­der. Das Tanz­thea­ter­stück „Cha­vale“ sei laut Jury ein bemer­kens­wer­tes Pro­jekt mit und für Gaar­de­ner Kin­der und Jugend­li­che. Ziel war es, jugend­li­che Roma aus dem Jugend­treff „Kick“ der Räu­che­rei mit­hilfe der Aus­drucks­mög­lich­keit des Tan­zens dabei zu hel­fen, Sprach­bar­rie­ren zu über­win­den. Die Jugend­li­chen im Alter von 12 bis 16 Jah­ren konn­ten ihre Fähig­kei­ten ein­brin­gen, Stär­ken ent­fal­ten und einen per­sön­li­chen Zugang zur Gruppe und zum Medium Tanz erlan­gen. Das erfor­dere Mut und Durch­hal­te­ver­mö­gen, betont die Jury.

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