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Montag, 24. Oktober 2011

Occupy Bewegung

Kieler Protest im Bankendreieck

Im Schatten der Banken: Die Occupy Bewegung in Kiel - Foto: KIK
Im Schatten der Banken: Die Occupy Bewegung in Kiel - Foto: KIK

Noch sind es wenige. Gerade mal vier Akti­vis­ten har­ren in der Nacht im Camp aus, aber sie hof­fen auf einen stei­gen­den Zuspruch und Betei­li­gung um so den Pro­test auch nach Kiel zu brin­gen. Wie über­all auf der Welt, gibt es kaum kon­krete Ziele, For­de­run­gen oder poli­ti­sche Rich­tun­gen im Occupy‐​Protest. Bis min­des­tens Mitt­woch möch­ten die Pro­test­ler aus­har­ren. Dann fin­det in der Pumpe eine Ver­an­stal­tung zu den Occupy‐​Protesten statt.

Sie seien sehr gut ver­sorgt und es gehe ihnen den Umstän­den ent­spre­chend gut, so Jan Sie­vers und Mela­nie Kle­ver, die im Camp auch über­nach­ten. Sie haben genug zu Essen, zu Trin­ken und Feu­er­holz. Lei­der fehlt ihnen Strom und eine gezielte Orga­ni­sa­tion des Pro­test. Face­book dient ihnen als Platt­form, jedoch arti­ku­liert sich ihr Pro­test nur in Fah­nen und Ban­nern mit Sprü­chen und dem welt­weit für die Bewe­gung ste­hen­den „99%“. Par­tei­ban­ner oder Infor­ma­ti­ons­stände sucht man ver­ge­bens. Daher ist es bei die­sem Pro­test beson­ders ein­fach, mit den Akti­vis­ten ins Gespräch zu kommen.

Das Camp der Occupy Kiel Bewe­gung – Foto: KIK

Jan Sie­vers betont, dass die­ses Camp die Bür­ger zum Den­ken anre­gen solle. Gerade zwi­schen den Ban­ken seien viele Men­schen unter­wegs, die gerade durch diese Bewe­gung ange­spro­chen wer­den sol­len. Man käme auch mit vie­len Pas­san­ten jeg­li­cher Her­kunft ins Gespräch und erfahre eine über­wie­gend posi­tive Reak­tion auf den Pro­test. Damit sei ein Ziel des Camps erreicht, so Jan Sie­vers und ergänzt, „Man merkt, man ist nicht alleine!“. Aller­dings wün­schen sich die Demons­tran­ten noch mehr Betei­li­gung. Nur mit genü­gend „Man­power“ könne die­ses Pro­jekt am Leben gehal­ten wer­den, beto­nen die Macher von Occupy Kiel. Beson­ders bräuch­ten sie Unter­stüt­zung in der Nacht. So ließe sich die Nacht mit meh­re­ren Men­schen bes­ser über­ste­hen. Auch hät­ten sie bis­her Glück mit dem Wet­ter gehabt, sollte aber Regen ein­set­zen, seien die Zelte kein aus­rei­chen­der Wet­ter­schutz mehr, da sie nicht was­ser­dicht seien.

Ledig­lich einige Betrun­kene hät­ten am Wochen­ende die Protest‐​Camper, Zelte und Ban­ner in Gefahr gebracht. Die Situa­tion ließ sich aber ent­schär­fen. Die Poli­zei ermahnte die Bewoh­ner des Camps beson­ders auf die Feu­er­stel­len zu ach­ten und die Stadt Kiel, Eigen­tü­me­rin des Gelän­des, dul­det die Pro­teste bis auf weiteres.

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Christoph Krenz Christoph Krenz

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Kommentare


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user icon  HaKi:

Ich will ja nicht klein­geis­tig sein, aber das Gelände gehört der Förde‐​Sparkasse und diese gehört nicht der Stadt Kiel. Die Förde‐​Sparkasse dul­det das Camp also. MfG HaKi

Dienstag, 22. November 2011, 20:00


kieliscalling's Avatar

user icon  kieliscalling:

Also nach Infor­ma­tio­nen der Stadt, gehört das Gelände der Stadt Kiel. Daher wird das Camp nach unse­ren Infor­ma­tio­nen von der Stadt geduldet.

Dienstag, 22. November 2011, 22:14


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