// Musik

Freitag, 16. Dezember 2016

Kaouenn

Kaouenn

Kaouenn – Kaouenn
Kaouenn – Kaouenn

Eine Eule ist ja ein sehr auf­merk­sa­mes Tier und zudem auch ein nacht­ak­ti­ves. Auf Bre­to­nisch heißt diese dann halt Caucán, und die fran­zö­si­sche Band hat die­sen Namen ein wenig abge­wan­delt und nennt sich Kaou­enn. Macht auch Sinn, denn diese Band lebt am süd­li­chen Zip­fel der Grande Nation, an der Grenze zu Spa­nien. Dann darf man auch mal Bre­to­nisch Bre­to­nisch sein lassen.

Mit der Rea­li­tät hat es die Band eh nicht so, zumin­dest ist ihre Musik auch geeig­net, um eine Par­al­lel­welt zu ver­to­nen. Oder anders for­mu­liert; die Eule durch­streift die Nacht und erlebt psy­che­de­li­sche und halu– und fas­zi­nie­rende Aben­teuer. Die Musik, die man hier hört, ist düs­ter, for­dernd, ver­wir­rend und den­noch kraft­voll. Starke Beats hal­ten die ganze Nacht zusam­men, und depres­sive Män­ner­ge­sänge sor­gen für den nächs­ten Schub in die psy­chi­sche Abseite.

Der Song „Mid­night Night“ ist ein guter Beweis dafür, und auch für die Genre– und Klang­viel­falt von Kaou­enn. Wave‐​Strukturen, mit komi­schen Hand­clap­ping Sounds auf­ge­lo­ckert, und dazwi­schen leichte Jazz‐​Strukturen und dazu fast schon tech­no­ide Beats. So viel­fäl­tig und wand­lungs­fä­hig sind alle elf Songs auf die­sem Album.

Was die­ses Album beson­ders macht, ist die Tat­sa­che, dass es kei­nen Moment gibt, in dem es schwach auf der Brust ist oder einen lang­wei­len könnte. Nein, es ist wie der beschrie­bene Nacht­aus­flug, bei dem die Eule eben gewal­tig vom Weg abkommt und ihr viele merk­wür­dige Krea­tu­ren begegnen.

Wenn man das liest, kann man sich die Musik kaum vor­stel­len, um aber um unge­fähre Koor­di­na­ten zu bekom­men, kann man sagen, dass die Musik von Kaou­enn ein Bin­de­glied zwi­schen Depe­che Mode und Nine Inch Nails ist.

Erschie­nen bei: PH37 SoundLab
www​.kaou​enn​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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