// Musik

Mittwoch, 17. Februar 2016

Lusts

Illuminations

Lusts  - Illuminations
Lusts - Illuminations

Sie ken­nen sich schon ein Leben lang, und den­noch sind Lusts eine ver­dammt junge Band. 2015 haben sie sich zum ers­ten mal bemerk­bar gemacht. Gleich vier EPs /​Sin­gles haben sie her­aus­ge­bracht, und aus dem letz­ten Jahr stammt auch das Album‐​Debüt „Illuminations“.

Bei die­ser Band han­delt es sich um die bei­den Brü­der Andy und James Stone aus dem bri­ti­schen Leices­ter. Wenn man dann die Musik auf sich wir­ken lässt, denkt man gar nicht zwin­gend an eine junge Gruppe, schließ­lich ist die Musik sehr stark in der Ver­gan­gen­heit ver­haf­tet. Die frü­hen Acht­zi­ger sind Refe­ren­zen­ge­ber, und man kann bei der Musik von Lusts eben The Cure, Echo & The Bun­ny­men, The House Of Love und auch The Jesus & Mary Chain klar hören.

Es ist hier viel Hall im Spiel, und auch Shoegazing‐​Sounds bie­ten die bei­den Brü­der feil. Klar, das Ganze hat man in den letz­ten 15 Jah­ren immer wie­der gehört, und Lusts erwir­ken keine neue Facet­ten. Doch sie machen eben den­noch alles rich­tig, ihre Songs grei­fen durch­aus schnell ins Gedächt­nis ein. Sie sind keine sim­plen Dupli­kate der bekann­ten Vor­bil­der, und Songs wie „Carless“ kön­nen die Indie‐​Anhängerschaft zum Tän­zeln bringen.

Auch der Sin­gle „Temp­ta­tion“ kann man dass Hym­nen­hafte nicht abspre­chen, sel­bi­ges gilt für „Bad Wee­kend“. Die Stone‐​Brüder haben es ver­stan­den, dass die Songs eben eine gute Por­tion Dun­kel­heit benö­ti­gen, aber den­noch eine non­cha­lante Leich­tig­keit auch nicht scha­den kann.

Gut, luf­tig sind die Songs nun auch nicht, aber in man­chen Momen­ten, wie etwa beim Titel­stück, kann man eine Mischung aus New Order und The Smiths mit­samt leich­ten Jangle‐​Gitarren erken­nen. Ab und dann kom­men auch ein paar Syn­the­si­zer zum Ein­satz, sor­gen aber nicht für den Kitsch, in den The Edi­tors in den letz­ten Jah­ren getapst sind.

Ein typi­sches aber auch per­fek­tes Debüt haben Lusts mit „Illu­mi­na­ti­ons“ her­aus­ge­bracht, das einen hung­rig auf wei­tere Plat­ten macht. Lusts könnte durch­aus die Zukunft gehören.

Erschie­nen bei: Coope­ra­tive Music /​PIAS /​Rough Trade
www​.lust​smu​sic​.co​.uk

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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