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Dienstag, 25. September 2012

Kid Kopphausen

I

Kid Kopphausen – I
Kid Kopphausen – I

Wenn zwei der bes­ten Song­wri­ter sich zusam­men­tun, muss da etwas Gro­ßes ent­ste­hen. Kid Kopp­hau­sen heißt die­ses Duo, wel­ches sich gefun­den hat. Der eine ist Gis­bert Zu Kny­phau­sen und hat sich 2008 mit dem nach ihm benann­ten Album zum Lieb­ling der Kri­ti­kern aber auch Käu­fer gemacht. Der andere ist Nils Koppruch, hat seine Band Fink vor län­ge­rer Zeit beer­digt und seit­dem zwei Solo‐​Alben veröffentlicht.

Viel­leicht hat Nils das Als‐​Band‐​Musizieren ver­misst, und Gis­bert wollte viel­leicht ein­mal die Erfah­rung als Band machen. Ein schö­ner Gedanke, diese sind den­noch kann man ja Beden­ken äußern. Schließ­lich tref­fen zwei unter­schied­li­che Egos auf­ein­an­der. Doch man kann schon sagen, dass ihr Auf­ein­an­der­tref­fen mehr als geglückt ist.

Obwohl Nils Koppruch musi­ka­lisch sich gerne noch immer auf Ame­ri­cana, Coun­try und Folk ein­lässt und Gis­bert Zu Kny­phau­sen gerne auch mal die Instru­mente leicht lär­men lässt. Des­we­gen sind die 13 Lie­der doch oft unter­schied­lich arran­giert und klin­gen den­noch immer har­mo­nisch, weil jeder ein Stück von sei­nen musi­ka­li­schen Blick­fel­dern nach­gibt, um dem ande­ren einen glei­chen Platz zu geben. Wie soll man es auch sonst machen?

Denn gute Sän­ger sind beide, und in bei­den leben Cha­rak­ter, und dass auch noch jeder ein gleich gro­ßer Poet ist, ist auch bekannt. Des­we­gen sollte man bei Kid Kopp­hau­sens Debüt „I“ beson­ders auf die Worte und Texte ach­ten. Dabei geht es nur sel­ten um banale The­men, die bei­den betrach­ten das Leben in sei­nem gan­zen Aus­maß und auch gerne mal mit Abgründen.

Und so lauscht man denn auch bei „Mör­der­bal­lade“ gespannt, zumal die­ser Song dann auch noch ver­dammt stim­mig, dyna­misch und mit­rei­ßend musi­ka­lisch umge­setzt wurde. Das ist auch eine der Stär­ken von „I“, wie die klu­gen Texte immer in pas­sende Arran­ge­ments gepackt werden.

I“ ist ein Werk zweier Ori­gi­nale, die sich hier wun­der­bar aus­ba­lan­ciert haben und den­noch jeder sich sei­nen eige­nen Spiel­raum erschaf­fen hat.

Erschie­nen bei: Tro­ca­dero /​Indigo

www​.kid​kopp​hau​sen​.de

Video

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Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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