// Musik

Donnerstag, 03. August 2017

Lea Porcelain

Hymns To The Night

Lea Porcelain – Hymns To The Night
Lea Porcelain – Hymns To The Night

Lea Porce­lain haben uns mit zahl­rei­chen Häpp­chen in Form von Sin­gles hung­rig gemacht. Das mediale Inter­esse wurde mit jedem Song grö­ßer, und alles was sich ein wenig für dunkle Indie Musik inter­es­siert, war am Hyper­ven­ti­lie­ren. Ken­nen­ge­lernt haben sich Julien Bracht und Mar­kus Niko­laus in einem Club, und schnell stand der Plan eine Band zu gründen.

Schnell wurde Musik auf­ge­nom­men und fast zu glei­chen Zeit hat das Duo ange­fan­gen das Debüt in den Räum­lich­kei­ten des Ber­li­ner Funk­haus auf­zu­neh­men. Man kann also nicht davon spre­chen, dass es bei „Hymns To The Night“ nicht um einen Schnell­haus han­deln kann, auch ist es den bei­den Frank­fur­ter Musi­kern gelun­gen, dass ihre Musik wirk­lich so gut ist, dass die Her­kunft nicht erkenn­bar ist.

Man würde ver­mu­ten, dass Lea Porce­lain aus Man­ches­ter kom­men. Diese tiefe Art der Melan­cho­lie und diese dunk­len Gitar­ren­läufe, die kal­ten und stoi­schen Synthie‐​Wände und der schwer­fäl­lige Gesang. Klar, da denkt man an Joy Divi­sion, und in Songs wie „War­saw Street“ oder „A Fara­wawy Land“ ver­stär­ken diese Gedan­ken auch noch wehmennt.

Doch ganz so leicht kann man sich auf die­sen Refe­ren­zen dann doch nicht aus­ru­hen, sowie auf den Begriff „Post­punk“. Lea Porce­lain schaf­fen es den Sound auch noch­mal auf­zu­bre­chen. „A Year From Here“ beginnt mit einem Ukulelen‐​Sound und kling dadurch unge­mein luftig,t und locker das Album zudem unge­mein auf. „Simi­lar Fami­lar“ ist wie­der ein in schwarz getra­ge­ner Song, aber irgend­wie ist die­ser Song sehr forsch und fast schon etwas rockend. Dabei ist es einer der dun­kels­ten Songs die man seit lan­gem gehört hat.

White Noise“ hin­ge­gen ist recht ruhig und keine Gitarre durch­kreuzt die­sen stil­len Song. Die meis­ten Songs sind dann aber unheim­lich düs­ter und beklem­mend, und den­noch haben sie etwas ergrei­fen­des. Da passt der Album‐​Titel „Hymns Of The Night“ wirk­lich zur Musik. Songs für die dunkle Nacht die einen magisch anzieht, atmo­sphä­risch anmu­tet und einen eupho­risch zurücklässt.

Erschie­nen bei: Lea Porce­lain Recor­dings /​Rough Trade
www​.lea​porce​lain​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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