Samstag, 17. März 2012
Sieg ohne HöhepunkteTrainer Thorsten Gutzeit musste seine Mannschaft erneut verletzungsbedingt umstellen, so konnte unter anderem Kapitän Christian Jürgensen nicht auflaufen. Als nach 27. Minuten auch noch Fiete Sykora ausgewechselt werden musste, machte dies die Sorgenfalten im Gesicht des Übungsleiters nicht kleiner.
Keine Mannschaft gelang es in den ersten 45. Minuten ein vernünftiges Passspiel zu etablieren. Auf Kieler Seite wurde es sogar zu einem kleinen Fehlpass‐Festival. Selten sah man in dieser Saison die Störche derartig kurz im Ballbesitz, meist dauerte es keine zwei Stationen bis der Ball wieder bei einem Spieler in Rot landetet.
Erst ab der 70. Minute gelang es der Heimmannschaft langsam in die Partie zu finden. Trotzdem etwas überraschend dann die Führung in der 76. Minute, ausgerechnet durch Dan‐Patrick Poggenberg, einem Verteidiger, der erst durch die Verletzungen wieder in die Startelf gerückt war.
Rafael Kazior wollte einen Ball zu Lindner passen, doch dieser wird von einem Magdeburger Verteidiger aus dem Spiel genommen und so landet der Ball unverhofft vor den Füssen von Poggenberg der eiskalt abschließt.
Drei Minuten später muss es einen Strafstoß geben, als Lindner von Neumann im Sechzehner umgegrätscht wird, doch Schiedsrichter René Rode lässt weiterlaufen. Dafür gibt es zwei Minuten vor Ende der Partie, als Heider im Strafraum gefoult wird. Die erste Aktion war allerdings deutlich bestrafungswürdiger.
Wie schon am vergangenen Sonntag trat erneut Rafael Kazior an, mit dem gleichen Resultat wie in Lübeck: Er schob den Ball am Tor vorbei.
Am Ende ein nicht unverdienter Heimsieg der Störche, die keine ernste Chance der Gäste zuließen, aber auch selbst nie wirklich Herr im Hause waren. Will man die Möglichkeit auf den Aufstieg in die 3. Liga weiter am Leben erhalten, muss sie die Mannschaft deutlich steigern.
Überschattet wurde die Partie vom Verhalten einiger „Fans“. In der Pause gelang es etwa 25 Magdeburger auf das Spielfeld zu gelangen und einen Kieler Block zu attackieren. Die zunächst etwas träge reagierende Polizei bewies dann aber starke Präsenz und konnte nach einigen Minuten die Störenfriede einkreisen. Ob eine Provokation aus dem Kieler Block erfolgt war, konnte nicht sicher ermittelt werden.