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Donnerstag, 11. Oktober 2018

Delta Sleep

Ghost City

Delta Sleep – Ghost City
Delta Sleep – Ghost City

Wir Men­schen sind im Prin­zip Skla­ven der Tech­nik und wer­den wie­derum von Groß­kon­zer­nen gesteu­ert. Das ist eine These, auf die in sozia­len Netz­wer­ken auch mal die Frage folgt; „Ob der Alu­hut noch rich­tig sitzt?“. Dies­mal hat die Band Delta Sleep diese These in den Raum gestellt, und im Prin­zip stimmt es ja auch, Men­schen kön­nen ihren Blick vom Smart­phone nicht abwen­den, und im Hin­ter­grund len­ken große Medi­en­fir­men das, was wir uns anschauen.

Delta Sleep ver­pa­cken diese The­ma­tik aber gar nicht düs­ter, und so ist ihr zwei­tes Album „Ghost City“ doch recht zugäng­lich. Der Opener „Sul­tans Of Ping“ zeigt sich von der bes­ten Seite, ein ver­träum­tes Stück, das schon im Fleet‐​Foxes‐​Gewässer fischt. Doch diese Momente blei­ben dann doch eher in der Unter­zahl. Viel­mehr sind die Songs oft sehr kraft­vol­ler Rock, z.B. „Sin­gle File“, bei dem alles mit viel Ener­gie vor­ge­tra­gen wird, vor allem der Gesang.

Es sind alles gute Musi­ker, und man hört bei­spiels­weise gerne zu, wie vir­tuos das Schlag­zeug gespielt wird. Das ist auch wich­tig, schließ­lich sind die meis­ten Lie­der im Math‐​Rock ver­ord­net. Das Gute dabei ist, dass Stü­cke wie „Sans Sol­eil“ trei­bend sind, leicht ver­trackt und den­noch nicht ver­kopft. Man kann den Gedan­ken der Band immer fol­gen, und den­noch sind sie nicht zu offensichtlich.

Erschie­nen bei: Big Scary Records
del​tas​leep​.band​camp​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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