// Musik

Donnerstag, 07. Februar 2019

Jens Friebe

FVCK Penetration

Jens Friebe – FVCK Penetration
Jens Friebe – FVCK Penetration

Jens Friebe hat ein Talent, das bei jedem sei­ner Plat­ten wun­der­bar durch­schim­mert. Er schafft es auf deutsch zu sin­gen, ohne das es pein­lich wirkt. Im Gegen­teil, der Ber­li­ner schafft es, dass seine Musik frei von Kli­schees ist und manch­mal auch unge­lenke Wör­ter wie „Lawi­nen­hund“ oder eben­sol­che Sätze in kleine Ohr­wür­mer zu verpacken.

Zudem ist ihm die Gabe gege­ben auch ver­meint­li­che The­men so zu skiz­zie­ren und in Wör­ter zu ver­pa­cken, dass es nicht pein­lich klingt. Dies­mal geht es oft um das Thema Gen­der und da ist es sicher­lich nicht ganz ein­fach sich gut aus­zu­drü­cken. Jens Friebe kann die­ses mit einer Läs­sig­keit, unauf­ge­regt und mit einer Prise Humor. Keine Fett­näpf­chen in die er tritt und den­noch ist seine Musik dies­mal noch ver­spiel­ter und klingt manch­mal schön naiv, wie in schöns­ten Andreas Dorau‐​Momenten.

Es ist in eini­gen Momen­ten schon arg kit­schig, wenn man Songs wie „Trä­nen eines Hun­des“ hört, wo die Sän­ge­rin so klingt wie Juliane Wer­ding mit kind­li­cher Stimme, die aber bild­haft das Lied vor­trägt. Auch schön, wie Friebe manch­mal seine Songs arran­giert, mal haben sie einen ver­dammt schmis­si­gen Groove wie bei „Spe­cial People Club“ oder fast schon avant­gar­dis­ti­sche Aus­flüge in Rich­tung Ein­stür­zende Neu­bau­ten machen, wie bei „Herr der Ringe“.

Klar ist das auch Quatsch, aber eben einer, der Trotz allem Non­sens auch immer eine stand­hafte Por­tion Ernst­haf­tig­keit mit­schwin­gen lässt oder eben auch anders herum. „FVCK Pene­tra­tion“ ist sicher­lich auch das Album, bei den Jens Friebe sich mehr mit Humor und klei­nen Albern­hei­ten aus­tobt und den­noch ist die Dring­lich­keit immer vor­han­den. Das ist eine große Kunst, die nur ein Enter­tai­ner wie Jens Friebe kann.

Erschie­nen bei: Staats­akt /​Uni­ver­sal
www​.jens​-friebe​.de

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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