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Freitag, 13. April 2018

Thot

Fleuve

Thot – Fleuve
Thot – Fleuve

Seit 2005 haut Thot nun schon gewal­tige Klang­bro­cken her­aus. Scho­nungs­lose und unbe­re­chen­bare Klötze sind es jedes­mal, Ihr vier­tes Album „Fleuve“ macht da keine Aus­nahme, und auch die Tat­sa­che, dass man ihren Sound wie­der nicht ein­ord­nen kann, hat sich nicht geändert.

Das bel­gi­sche Quar­tett ist auch dies­mal ein gro­ßer Meis­ter darin, Spu­ren zu ver­schlei­ern. Fest steht halt nur, dass es wie­der ein gewal­ti­ger Bro­cken ist, der auch nicht zu zäh­men ist und zudem ziem­lich viel­sei­tig. Beim Opener „Icuna“ ver­mu­tet man erst ein­mal, dass das Tonträger‐​Laufwerk defekt ist, sol­che Synthie‐​Störgeräusche pre­schen einem entgegen.

Beim nach­fol­gen­den Song „ Odra“ geht es thea­tra­lisch zu, alle Instru­mente wer­den in Rich­tung Rock gejagt, und so klingt der Song wie Muse auf Speed. Eben­falls mit hohem Druck und Geschwin­dig­keit geht es bei „Vltava“ zu, und auch hier kann man den eben genann­ten Ver­gleich zie­hen. „Rhone“ bewegt sich in so ruhi­gem Fahr­was­ser, dass man fast schon von Ambi­ent spre­chen kann, bevor der Rock nur so vor Dyna­mik sprüht.

Ja, wech­sel­haft sind die Songs immer gerne, und der Höhe­punkt ist sicher­lich „Rhein“, das von ruhend bis auf­brau­send alle Gefühle durch­macht, Was einen aber am meis­ten bei Thot ver­wun­dert, ist, dass ihre Musik trotz der sper­ri­gen Art durch­aus das Zeug für ein gro­ßes Publi­kum hat, Es wim­melt hier vor Melo­dien und gro­ßen Ges­ten, Den­noch ist „Fleuve“ ein dicker Bro­cken, den man erst ein­mal ver­dauen muss.

Erschie­nen bei: Weyrd Son Records
www​.thot​web​.net

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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