// Musik

Donnerstag, 02. Februar 2012

Girls

Father, Son, Holy Ghost

Girls – Father, Son, Holy Ghost
Girls – Father, Son, Holy Ghost

Father, Son, Holy Ghost“ ist das dritte Album der Band, die sich Girls nennt und den­noch nur aus Jungs besteht. Aller­dings wer­den die meis­ten Men­schen sich wun­dern, dass es schon das dritte Album sein soll. Das Debüt, wel­ches schlicht „Album“ beti­telt wurde, war eine der Über­ra­schun­gen im Jahre 2009 und ste­ter Gast bei Kritiker‐​Listen.

Ein Jahr dar­auf folgte eine EP, die von der Band als Album gezählt wird, und kürz­lich also „Father, Son, Holy Ghost“, wel­che also Num­mer drei ist. Der Ein­stieg „Honey Bunny“ ist eine rich­tig schnieke Indie‐​Single, die einen mit dem Refrain ähn­lich umgarnt wie Frauen, die man eben „Honey Bunny“ nennt.

Und auch „Alex“ mag man durch den ver­träumt ver­lieb­ten Gitar­ren­sound, bei „Die“ aller­dings mün­den hier Instru­mente im klas­si­schen Hard­rock, um ganz zum Schluss noch Pink Floyd zu hul­di­gen. „Die“ ist sicher­lich der auf­wen­digste und mutigste Song auf die­sem Werk, ansons­ten ist die­ses Album gerne ein wenig wei­cher und auch betörender.

Denn die Arran­ge­ments sind zar­ter und der Gesang von Chris­to­pher Owens dann noch so leicht ver­schlurft und den­noch so lieb­lich wie ein frisch auf­ge­schüt­tel­tes Kopf­kis­sen. Manch­mal ist es aber schüch­tern, was man hier hört, und manch­mal ent­glei­ten einem die Songs.

Aber man sollte gespannt dran­blei­ben, dann merkt man, dass hier auch Surf‐​Sounds oder psy­che­de­li­sche Momente sich ein­schlei­chen und manch­mal ein­fa­che Indie­Pop­songs. Manch­mal gelin­gen den Her­ren auch kleine Wohlfühl‐​Hits wie „Magic“.

Gerne sind die Songs in leicht schmel­zen­den Moll Klän­gen getra­gen, das ist der Unter­schied zum Debüt. Aber was soll’s, denn Owens Mutti mag die­ses Album bestimmt auch, immer­hin sind zwei Songs ihr gewidmet.

Erschie­nen bei: PIAS /​Rough Trade

face​book​.com/​g​i​rlssf

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Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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