// Bühne

Sonntag, 30. April 2017

Premiere "Skylla und Glaukos"

Fantastischer Mythos – barock erzählt

Am 6. Mai feiert "Skylla und Glaukos Premiere. Foto: hfr
Am 6. Mai feiert "Skylla und Glaukos Premiere. Foto: hfr

Am Sonn­abend, 6. Mai, fin­det um 19.30 Uhr die Pre­miere von „Skylla und Glau­kos“ im Opern­haus statt. Die Besu­cher kön­nen sich auf eine beson­dere Rari­tät von Jean‐​Marie Leclair freuen. Kar­ten gibt es an den Thea­ter­kas­sen oder auf der Inter­net­seite des Theaters

Seit zwei Spiel­zei­ten ent­deckt die Oper Kiel bekannte und unbe­kannte Schätze der fran­zö­si­schen Barock­oper. Nach der deut­schen Erst­auf­füh­rung von Jean‐​Baptiste „Lul­lys Atys“ und der Erkun­dung von Chris­toph Wil­li­bald Glucks Klas­si­ker „Orpheus und Eury­dike“ in sei­ner fran­zö­si­schen Fas­sung kommt nun mit „Skylla und Glau­kos“ des fran­zö­si­schen Vio­lin­vir­tuo­sen Jean‐​Marie Leclair eine abso­lute Rari­tät und gleich­zei­tig ein abso­lu­tes Meis­ter­werk der Gat­tung „tra­gé­die en musi­que“ ins Kie­ler Opernhaus.

Erneut kehrt damit die ame­ri­ka­ni­sche Cho­reo­gra­phin Lucinda Childs als Regis­seu­rin zurück, die die­ses Jahr mit zwei her­aus­ra­gen­den Prei­sen für ihr Lebens­werk aus­ge­zeich­net wird – dem Ame­ri­can Dance Fes­ti­val Award und dem Gol­de­nen Löwen der Bien­nale von Vene­dig. Ihr Aus­stat­ter Paris Mexis zeich­net wie­der für die bild­starke ästhe­ti­sche Gestal­tung ver­ant­wort­lich, unter­stützt von Licht­künst­ler George Tel­los, wäh­rend Lucinda Childs erst­mals in Kiel Unter­stüt­zung des his­to­risch infor­mier­ten Cho­reo­gra­fen­Bruno Benne erhält. Als Kiel‐​Debüt liegt die musi­ka­li­sche Lei­tung in den Hän­den des tsche­chi­schen Barock‐​Experten und Cem­ba­lis­ten Václav Luks.

Erst­mals in Kiel ist auch der däni­sche Tenor und Haute‐​Contre Val­de­mar Vil­lad­sen als Glau­cus zu erle­ben, die weib­li­chen Haupt­par­tien wer­den von der argen­ti­ni­schen Sopra­nis­tin Mer­ce­des Arcuri (Scylla) und der geor­gi­schen Mez­zo­so­pra­nis­tin Tatia Jib­ladze (Circé) verkörpert.

Inhalt

Der Mee­res­gott Glau­cus liebt die schöne Nym­phe Scylla, doch sie ver­wehrt sich sei­nem Wer­ben. Glau­cus sucht die Hilfe der Zau­be­rin Circé auf, um Scylla mit magi­scher Unter­stüt­zung für sich zu gewin­nen. Circé ent­wi­ckelt jedoch selbst Inter­esse an Glau­cus. Als die­ser ihren Rei­zen wider­steht und sich für Scylla ent­schei­det, rächt Circé sich grau­sam an ihrer Riva­lin. Sie beschwört die Mächte der Unter­welt und ver­wan­delt Scylla in ein schreck­li­ches Mee­resun­ge­heuer, das zusam­men mit dem Stru­del Cha­ryb­dis seit­her zu den Schre­cken der Welt­meere gezählt wird.

Über den Autor

Anita Siegmund Anita Siegmund

Ste­cken­pferd: Thea­ter­pre­mie­ren, Aus­flug­tipps in Kiel, aber auch alles was sonst noch inter­es­sant ist in Kiel.

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