// Musik

Donnerstag, 25. Februar 2016

Bosse

Engtanz

Bosse – Engtanz
Bosse – Engtanz

Als Bosse 2005 sein Debüt „Kami­ka­ze­herz“ ver­öf­fent­lichte, hätte man nicht ver­mu­tet, dass aus ihm ein Künst­ler wird, der hier­zu­lande alles erreicht, was man eben errei­chen kann. Mit sei­nem bis dato letz­ten Album „Kra­ni­che“ von 2013 hat er es geschafft, über 100.000 Exem­plare zu ver­kau­fen und somit den Gold­sta­tus zu erlangen.

Er hat den Bun­des­vi­sion Song Con­test gewon­nen, auch den „Deut­schen Musik­au­to­ren­preis“ und den Ham­bur­ger Preis „Hans“ konnte er ein­sa­cken. Jede Menge gut besuchte Kon­zerte und ein Live‐​Album stei­ger­ten sei­nen Erfolg. Doch ein ers­ter Platz in den Charts blieb ihm ver­wehrt und ein Echo ist auch noch offen.

Den ers­ten Platz hat er gerade mit sei­nem neuen Werk „Eng­tanz“ geschafft. Ver­ständ­lich, denn grund­le­gend hat Axel Bosse nichts an sei­nem Sound ver­än­dert. Es sind wie­der ein­gän­gige Songs, die ein wenig Melan­cho­lie haben. Dazu wird in den Tex­ten immer gerne in Erin­ne­run­gen geschwelgt. Auch ist und bleibt Bosse ein guter Beob­ach­ter und kann die Moment­auf­nah­men gut in Wor­ten und noch bes­ser in Musik verpacken.

Er ist erwach­se­ner gewor­den und das merkt man dem Album auch an. Neu hin­ge­gen ist, dass Bosse dies­mal doch wesent­lich erwach­se­ner klingt und die Songs in vie­len Momen­ten schö­ner aus­ge­schmückt wurden.

Die Songs sind mit­rei­ßen­der gewor­den, so wie die geschei­terte Lie­bes­ge­schichte „Immer so Lie­ben“, bei der sogar ein Mitgröhl‐​Refrain vor­han­den ist. „Außer­halb der Zeit“ hat einen mehr­stim­mi­gen Gesang und eine fröh­li­che Trom­pete und ist somit sicher­lich einer der Hits auf der Platte. Sicher­lich auch grif­fi­ger als die Sin­gle „Steine“, wel­che aber mehr Drive hat und inter­es­sant und viel­schich­tig arran­giert ist.

Der mutigste Song ist die Zusam­men­ar­beit mit Hip Hop­per Cas­per namens „Krumme Sym­pho­nie“. Die bei­den haben eine gute Ver­bin­dung gefun­den: Es ist nicht zu sehr Rap und bricht den­noch nicht mit dem typi­schen Bosse‐​Sound.

Der Song hat genug Druck und reißt einen durch­aus mit und der Song­ti­tel passt zudem auch noch. Eine echte Engtanz‐​Nummer befin­det sich auf den sechs­ten Album nicht, aber eine trau­rige Schluß­bal­lade namens „Ahoi Ade“ been­det die­ses bis­her beste Bosse‐​Album gediegen.

Erschie­nen bei: Ver­tigo /​Uni­ver­sal
www​.axel​bosse​.de

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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