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Sonntag, 09. April 2017

Mighty Oaks

Dreamers

Mighty Oaks – Dreamers
Mighty Oaks – Dreamers

Mit dem ers­ten Album schon in den Charts ist nicht gerade eine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Vor allem dann nicht wenn die­ses nicht geplant ist. Im Falle des Trios Mighty Oaks und ihren Hit „Bro­ther“ kann man davon aus­ge­hen, dass es nicht geplant war. Gut, so schlecht stan­den die Chan­cen nicht, denn die Zeit war reif für leich­ten Folk‐​Pop und die Melo­die war auch recht schnell verständlich.

Den­noch war bei Band­grün­dung nicht geplant, sich damit in den vor­de­ren Plät­zen der Charts wie­der­zu­fin­den. Von sol­chen Erfol­gen muss man sich auch ein­mal erho­len, auch wenn die­ses doof klingt. Des­we­gen sind drei Jahre ins Land gezo­gen, bevor Mighty Oaks mit dem zwei­ten Album „Drea­mers“ wie­der auftauchten.

Die drei Musi­ker, die zwar in Ber­lin leben aber aus Eng­land, Ita­lien und den USA stam­men, klin­gen aber so als wären sie nie weg gewe­sen. Soll bedeu­ten, dass sie ihre Rezep­tur nicht ver­än­dert haben, noch immer sind es Folk‐​Songs, die ver­dammt freund­lich sind und meist ebenso son­nige Melo­dien. Man kann die Sonne bei Songs wie „Call Me A Fri­end“ rich­tig hören, und das obwohl er eigent­lich melan­cho­lisch ist. Aber die­ser Song kann es mit der Größe von Cold­play aufnehmen.

Es fällt bei die­sem zwei­ten Album auf, dass sie groß­spu­ri­ger arran­gie­ren und eben nur noch spar­sam mit den Klän­gen umge­hen. Höchs­tens dann wenn der Weh­mut mehr schmerzt, wie bei „Don´t Lie To Me“. Mighty Oaks schöp­fen aber lie­ber aus den Vol­len aber sie über­trei­ben es nicht, was die­ses Album ange­nehm macht. Das ist auch ein Grund, warum ihre Songs im Radio laufen.

Das Manko der Songs ist, dass sie nur sel­ten Wider­ha­ken haben und irgend­wie durch­hu­schen und man kein prä­gnan­ten Moment aus­ma­chen konnte. Viel­leicht sind Mighty Oaks dann doch die eher eine Ein‐​Song– als eine Album‐​Band.

Erschie­nen bei: Ver­tigo /​Uni­ver­sal
migh​tyo​aks​mu​sic​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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