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Sonntag, 31. Mai 2015

Gil Hockman

Dolorous

Gil Hockman – Dolorous
Gil Hockman – Dolorous

Viele Infor­ma­tio­nen gibt es ja nicht gerade über Gil Hock­man, und wenn man sich im Inter­net auf die Suche macht, bekommt man auch nicht gerade pas­sende Infor­ma­tio­nen. Man erfährt mehr über den ehe­ma­li­gen Dallas‐​Fiesling J.R. Ewing als über die­sen Musiker.

Da ist es doch wun­der­schön, dass wenn man die CD‐​Hülle auf­klappt, man gleich mit fol­gen­den Wor­ten begrüßt wird: „Hi!, my Name is Gil and this is my Album cal­led „Dolo­rous“. Da fühlt man sich gleich gut auf­ge­ho­ben und wie bei Freun­den zu Hause. Und so kann man dann auch seine Platte ver­ste­hen, als einen Besuch bei ihm.

Da wurde zu Hause nicht alles auf­ge­räumt, und da liegt viel­leicht auch mal etwas herum, aber es ist ordent­lich und vor allem behag­lich. Seine elf Songs sind behag­lich und bewe­gen sich auf dem Fuße des Songwritertums.

Zwar schreibt Gil Hock­man nicht die größ­ten Songs, aber er weiß, dass man in Songs immer wie­der neue Über­ra­schun­gen ein­baut. Mal hat er einen sto­cken­den Rhyth­mus mit aus dem Nichts auf­tau­chen­den Casio‐​Keyboard‐​Klängen, wie bei „Pass The Ball“.

Dann gibt es aber auch sehn­süch­tige und schlaf­trun­kene Stü­cke, bei denen eine Gitarre aus­reicht, dann noch eine Mund­har­mo­nika dazu­kommt, wie beim Schluss­song „Far Away“. Auch beherrscht er, dass die melan­cho­li­schen Songs trotz der trau­ri­gen Grund­stim­mung gerne auch ein paar schöne Har­mo­nien haben kön­nen, wie „I´m Out Here“.

Die­ses Stück ent­wi­ckelt sich zum Ende hin zu einer klei­nen Rock­num­mer. Man merkt, man ist nie so ganz gewapp­net, wo kleine Über­ra­schun­gen lau­ern, und so ist „Dolo­rous“ ein sehr inti­mes Werk, dass Lo‐​Fi und Home­re­cor­ding im Kopf hat und den­noch ab und dann kleine Haken schlägt.

Erschie­nen bei: Eigenvertrieb
www​.gil​ho​ck​man​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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