// Musik

Freitag, 29. Januar 2016

Sophie Auster

Dogs And Men

Sophie Auster – Dogs And Men
Sophie Auster – Dogs And Men

Es gibt bestimmt viele kli­schee­hafte Witze über Män­ner und Hunde, à la „Was ist der Unter­schied zwi­schen Mann und Hund?“. Doch dar­auf zielt das neue Album von Sophie Aus­ter nicht. „Der Titel reprä­sen­tiert die bei­den Hälf­ten des Albums. Das Thema ist zwei­ge­teilt. Men steht für Liebe und Herz­schmerz, Dogs für die eher unwirk­li­che und träu­me­ri­sche Seite des Albums.“ sagt die Toch­ter des Schrift­stel­lers und Regis­seurs Paul Aus­ter und der Schrif­stel­le­rin Siri Hust­vedt über „Dogs And Men“.

In der Tat sind die Songs jetzt eher träu­me­risch und meist nicht in gewis­ser Art und Weise wirk­lich eigen­stän­dig. Viel­leicht liegt es daran, dass ihr Künst­ler­freund Barry Reyn­olds mit dabei ist, und der hat eben auch schon mit Rufus Wain­w­right, Mari­anne Faith­full, Char­lotte Gains­bourg oder Grace Jones zusam­men geabeitet.

Also ein schö­nes Umfeld, in das sich Sophie Aus­ter begibt, Songs wie „Little Bird“ zei­gen es. Vor allem weil ihre Stimme sich zeigt, der Gesangs­stil ist durch­aus sehr eigen­stän­dig. Lang­sam wer­den die Worte aus­ge­spro­chen, und sie wan­dert zwi­schen Spre­chen und Fle­hen, und irgend­wie ist es dann doch Gesang. Dazu rei­chen ein paar spär­li­che Gesangs­parts, fer­tig sind die gut trans­por­tier­ten Gefühle von Sophie Auster.

Aber wenn sie will, gelingt es ihr auch, ein wenig ein­gän­gi­ger zu sein wie bei „On My Way“. Da klingt sie, als hätte PJ Har­vey sich wie­der auf pop­pige Gefilde ein­ge­las­sen. „I’m Going Down“ hat irgend­wie etwas leicht Ori­en­ta­li­sches an sich. „AKA“ hin­ge­gen ist klas­si­sches Americana‐​Songwritertum.

Wel­chen Song man nun dem Hund und wel­chen dem Mann zuschrei­ben möchte, kann jeder selbst ent­schei­den, fest steht, dass „Dogs And Men“ ein facet­ten­rei­ches aber urba­nes Album gewor­den ist.

Erschie­nen bei: Out Loud /​Cargo
www​.sophie​aus​ter​mu​sic​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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