// Musik

Dienstag, 03. Oktober 2017

Dan Black

Do Not Revenge

Dan Black – Do Not Revenge
Dan Black – Do Not Revenge

So schnell kann man sich ändern. Dan Black war von 1998 bis 2007 Mit­glied der Alternative‐​Rock‐​Band The Ser­vant und seit­dem er aus­ge­stie­gen ist hat sich seine Musik kom­plett geän­dert. 2008 brachte er mit „Hypntz“ sein erste Sin­gle her­aus und ein Jahr spä­ter kam sein ers­ter Lang­spie­ler mit dem schwe­ren aber kur­zen Namen „((Un))“ her­aus. Spä­tes­tens bei die­sem Werk war klar, dass in sei­ner Musik Rock nicht mehr statt­fin­den wird.

Auch auf sei­nem drit­ten Album „Do Not Revenge“ hört man nichts, was auf seine „Jugend­sünde“ schlie­ßen ließe. Wenn man ihn sieht ver­mu­tet man, dass seine Teenager‐​Zeit noch nicht so lange her ist, schließ­lich sieht er noch immer sehr jung und smart aus.

Auch seine Musik klingt noch sehr jung und er suhlt sich dabei unge­niert im Pop. Nicht die ganz ein­fa­che Sorte, aber den­noch fin­det man auf „Do Not Revenge“ jede Menge Songs die ziem­lich ein­gän­gig sind und durch­aus auch im Radio ihren Platz fin­den könn­ten. Es sind nicht gerade Tem­po­trei­ber die man hier hört, aber die Lie­der sind immer unge­mein smart und in eini­gen Momen­ten auch mutig.

So“ ist ein Song der einen wär­mend emp­fängt, mit jeder Menge sanf­ten Uhhu­uhu­uus leicht ver­rückt macht, das leichte Fal­sett macht sein übri­ges. Trotz­dem hat der Song zum Ende hin ein paar unver­fäng­li­che Stör­ge­räu­sche, die die ver­meint­li­che glatte Ober­flä­che anrauen. Die Sin­gle „Head­pho­nes“ hat ein paar klas­si­sche Instru­mente, wobei das Schlag­zeug am meis­ten auf­fällt, die­ses sorgt für die Ein­gän­gig­keit und die leich­ten elek­tro­ni­schen Klänge mit­samt den geloop­ten Refrain.

Auf­fal­lend ist, dass Dan Black sich immer mehr dem R´n´B zuwen­det. Dabei ver­mischt er die­ses Genre mit ver­träum­ten Synthie‐​Klängen und smoo­them Pop. Ein wenig will Dan Black auch klin­gen wie James Blake. Gut, ganz so tief in die Emo­tio­na­liät geht die Musik dann doch nicht und auch die Bril­lanz ist hier nicht in die­sem Aus­maß erkenn­bar. Dafür ist die Vari­ante von Dan Black wesent­lich zugäng­li­cher und ja, jugendlicher.

Erschie­nen bei: Embassy of Music
www​.dan​-black​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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