// Musik

Dienstag, 13. Juni 2017

Einar Stray Orchestra

Dear Bigotry

Einar Stray Orchestra – Dear Bigotry
Einar Stray Orchestra – Dear Bigotry

Manch­mal hat man ja im Band­na­men den Zusatz Orches­tra, und den­noch klingt es dann nicht wie ein Orches­ter. Bei Einar Stray Orches­tra passt die­ser Zusatz, obwohl es eigent­lich auch eher eine Band ist. Der Band­lea­der ist der Nor­we­ger Einar Stray und hat vier Mit­mu­si­ker um sich geschart, um fein per­lende Songs zu erschaf­fen, die immer eine unheim­li­che Dyna­mik in sich haben.

Aber passt das Wort „per­lend“? Mit diese Beschrei­bung ver­bin­det man Leich­tig­keit, und das ist bei der Musik auf „Dear Bigo­try“ nun abso­lut nicht der Fall. Es sind Songs mit jeder Menge groß­spu­ri­ger Arrangements.

Da braucht man nur den Opener „Last Lie“ anhö­ren, da wird alles auf­ge­fah­ren, was glänzt und Schön­heit ver­kör­pert. Piano, Strei­cher, Schlag­werk und ein Gesang, der hier gekonnt durch das Pro­gramm führt. Bei „Penny For Your Thoughts“ erlebt man einen schö­nen Rhyth­mus, der manch­mal unter­bro­chen wird, das Kla­vier ist flink, und man muss dann auch unwei­ger­lich an The Divine Comedy denken.

Eine ähn­li­che schöne Art, Songs mit Wohl­klang und Schön­heit zu ver­set­zen, fin­det man bei die­sem und auch fast allen wei­te­ren neun Lie­dern vor. Bei „Cara­velle“ hin­ge­gen redu­ziert Einar Stray die Klänge, und dann erkennt man auch, dass hier viele Gen­res dabei sind.

Bei besag­tem Song fin­det man halt auch Jazz. „As Far As I´m Con­cer­ned“ hat Jazz und auch jede Menge Bom­bast. In ande­ren Momen­ten kann man leichte Anzei­chen von ara­bi­scher Musik hören. Es ist also jede Menge Viel­falt dabei, und so ist dass Wort Orches­tra dann doch rich­tig pas­send, wie die Töne auf „Dear Bigotry“.

Erschie­nen bei: Sinn­bus Records /​Rough Trade
www​.einar​strayor​ches​tra​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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