// Musik

Dienstag, 08. August 2017

Various Artists

Coming Home by Tocotronic

Various Artists – Coming Home by Tocotronic
Various Artists – Coming Home by Tocotronic

Dass Toco­tro­nic sich musi­ka­lisch immer wie­der wei­ter ent­wi­ckeln ist ja nichts Neues. Doch die wahre Viel­falt konnte man dass erste Mal erken­nen, als die Band vor neun Jah­ren eine Com­pi­la­tion namens „Pop‐​Portrait“ her­aus­brin­gen durfte. Damals tob­ten sie sich zwi­schen Wilco, Mut­ter, Faust, Klaus Beyer, Jus­tus Köhnke und vie­len ande­ren aus.

Nun durf­ten Toco­tro­nic eine Song­samm­lung für die kleine Serie „Com­ing Home“ erstel­len. Das ist schön, denn die letzte Aus­gabe stammte von Sven Väth und liegt mitt­ler­weile drei Jahre zurück. Aus die­ser Serie fällt die Band aber aus den Rah­men, denn sie sind die erste Gitarren‐​Band, die hier ihre musi­ka­li­sche DNA offen­le­gen darf.

Das Quar­tett hat zur Eröff­nung mit „She Cra­cked“ von The Modern Lovers wirk­lich einen mit­rei­ßen­den Klas­si­ker her­aus­ge­holt. Danach geht es wei­ter mit dem über­pro­duk­ti­ven Musi­ker Ty Segall, die U.S Girls zei­gen, dass man trotz Lo‐​Fi und son­der­ba­rem Gesang einen heim­li­chen Lieb­lings­song schrei­ben kann. Das Kol­lek­tiv Tami­k­rest ent­führt einen in ara­bi­sche Gefilde und zeigt, dass Toco­tro­nic ohne Scheu­klap­pen durch die Welt laufen.

Mit „When It´s Over“ von Wipers ist wie­der mal ein Klas­si­ker dabei, dies­mal aber aus der Hardcore‐​Punk‐​Ecke.. Kurz danach ser­viert Andreas Dorau mit „Bie­nen am Fens­ter“ einer der schöns­ten Ohr­wür­mer die man sich vor­stel­len kann. Anschlie­ßend gibt es son­nen­schein­ge­tränk­ten Soul: „Run­ning Away“ von Roy Ayers. Dann bekommt man von den C86 Legen­den The Vase­li­nes erklärt, dass man die Acht­zi­ger Jahre has­sen muss.

Mit The Ter­mals und Court­ney Bar­nett sind noch zwei Indie‐​Rock‐​Acts dabei, um dann doch in den Acht­zi­ger Jah­ren zu lan­den und mit der recht schwüls­ti­gen Ver­sion von „San Jose“ von Fran­kie Goes To Hol­ly­wood sanft beschwingt zum Ende zu kom­men. Es folgt dann noch der „ADA Remix“ von Toco­tro­nics „Rebel Boy“, der einen mit einem ange­neh­men Gefühl aus die­ser Zusam­men­stel­lung gelei­tet. Wie­der­holt viel­sei­tig und schön!

Erschie­nen bei: Ste­reo Deluxe
www​.toco​tro​nic​.de

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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