// Musik

Mittwoch, 21. März 2018

Various Artists

Coming Home by Pantha Du Prince

Various Artists – Coming Home by Pantha Du Prince
Various Artists – Coming Home by Pantha Du Prince

All zu häu­fig ist es ja nicht, dass es eine neue Aus­gabe der „Com­ing Home“-Serie gibt. Und der Titel ver­rät schon, dass es hier­bei pri­mär darum geht, was der zusam­men­stel­lende Künst­ler zu Hause hört, und dass ist etwas, womit man nicht immer rech­nen kann. Wie etwa, dass Toco­tro­nic eine Vor­liebe für Roy Ayers haben oder dass DJ Hell zuhause zu Citys „Am Fens­ter“ schwoft.

Nun zeigt Pan­tha Du Prince seine musi­ka­li­schen vier Wände. Zum ers­ten mal gibt es einen Ein­blick ver­teilt auf zwei CDs. Bekannt gewor­den ist Hen­drik Weber mit sei­nem 2010er Album „Black Noise“, in dem er elek­tro­ni­sche Techno‐​Musik auch für den Heim­ge­brauch taug­lich gemacht hat und dabei noch immer unglaub­li­che Span­nungs­fel­der freilegte.

Span­nungs­fel­der gibt es auch auf die­ser „Com­ing Home“ Aus­gabe, und dabei schafft es Weber, einer­seits wie ein gutes Mixtape zu klin­gen und den­noch wie ein span­nen­des Set. Wie sonst schafft man es, nach Quer­den­kern wie Autechre oder Arthur Rus­sel ein krau­ti­ges Elektro‐​Stück von Clus­ter zu spie­len, um dann in Klas­sik­ge­fil­den mit Simon Fischer Tur­ner zu landen?

Wenig spä­ter, nach­dem noch­mal Squa­re­pus­her auf­tau­chen, gibt es Mar­vin Gaye, acht­zi­ger Jahre Funk‐​Soul von Life­to­nes und Wu Tang Clan, um anschlie­ßend in einem Spru­del­bad voll Ambi­ent Sound von Fen­nesz zu plan­schen und dann spä­ter in einem wil­den Jazz‐​Gewimmel von Ornette Cole­man zu landen.

Bei der zwei­ten CD ist es mit der Viel­falt nicht anders. Tie­fen­ent­span­nung gleich zu Anfang mit Gavib Bryars, und dann gibt es ein melan­cho­li­sches Stück von Broad­cast. Danach das 13minütige „Düs­sel­dorf“ von La Düs­sel­dorf, wel­ches einen krau­tro­ckig in Trance bringt und sicher­lich eines der größ­ten High­lights die­ser ereig­nis­rei­chen Com­pi­la­tion ist.

Anschlie­ßend gibt es mit Glü­hen 4 noch ein Alter Ego von Hen­drik Weber. Zwi­schen­zeit­lich muti­gen Rock von The West Coast Pop Art Expe­ri­men­tal Band und den alten The United Sta­tes Of Ame­rica gibt es Chamber‐​Musik. Dream Pop von The Cli­en­tele und kan­ti­ger und gewag­ter Post­punk von This Heat und trau­ri­ger Piano‐​Kammerpop zum Abschluss vom Quar­tett namens Workshop.

Ein schö­ner Ein­blick in das Zuhause von Pan­tha Du Prince, wel­cher auch in den eige­nen Räum­lich­kei­ten wun­der­bar funktioniert.

Erschie­nen bei: Ste­reo Deluxe /​War­ner
www​.ste​reo​de​luxe​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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