Samstag, 11. Februar 2012
The ElectedJa, man darf sogar das verpönte Wort SoftPop erwähnen, denn diesen hört man auf „Bury Me In The Rings“ durch jede einzelne Pore. „This Will Be Worth It“ ist so ein zerlassener SoftPop‐Song, der windelweich ist und einen mit einem sanften Gesang in die Kissen wiegt. Wenn man gemein ist, könnte es auch eine besinnliche Single vom vergessenen Schmusesänger Alvin Stardust sein. Richtig schwelgerisch ist dieser Song und luftig leicht.
Ja, fluffig sind hier einige Songs, und „Born To Love You“ ist ein richtiges Liebeslied mit Wohlklang, wo keine lärmenden Momente vorhanden sind, also richtiger SoftPop, im besten Sinne. The Elected ist auch in der Lage, lupenreinen Pop zu machen, bei dem selbst die Scissor Sisters neidisch werden würden.
„Babyface“ ist mit Falsettgesang ausgestattet und hat einen schön gedämpften Groove, wie ihn die Scherenschwestern gern mögen. Bei „Trip Round The World“ kann man ein wenig die musikalische Verwandtschaft mit Rilo Kiley erkennen, durch die leichte Americana‐Gitarre.
Aber The Elected hat auch IndiePop‐Verständnis, und so klingt „When I´m Gone“, als könnte es einem Nebenprojekt von Hot Chip entsprungen sein, und „Who Are You“ wie MGMT ohne Strom, dafür mit zurückgeschraubtem psychedelischen Anschlag.
Facetten kann man auch auf dem dritten The Elected Album „Bury Me In The Rings“ erkennen, und einige lieblichen Ohrwürmer haben sie auch erschaffen.
Erschienen bei: Vargant /Alive
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