// Literatur

Montag, 13. November 2017

SH im Zeichen des Poetry Slams

Bühnenliteraturfestival spokenwords.sh geht in die zweite Runde

Björn Högsdal (Bild: AR)
Björn Högsdal (Bild: AR)

Schleswig‐​Holstein steht in die­ser Woche ganz im Zei­chen der Slam Poe­sie. Ob im Kie­ler Lite­ra­tur­haus, im Nord­kol­leg Rends­burg, dem Flens­bur­ger Kühl­haus, im Film­haus Lübeck oder der Pumpe Kiel – über­all wird man Zugang zu den bes­ten Künst­lern des Poe­try Slam erhal­ten. Für die inter­na­tio­na­len Gäste wer­den Über­set­zun­gen ange­bo­ten, doch wie immer in der Poe­sie gilt: „If you don’t under­stand the poem, feel it!„

Lite­ra­tur fin­det in jeder Gene­ra­tion ihren Weg. Wähl­ten Schrift­stel­ler wie Schil­ler und Goe­the die könig­li­chen Höfe für ihre Dar­bie­tun­gen, so nut­zen junge Poe­ten heute die Bret­ter der Poe­try Slams, um ihre Gedan­ken einem inter­es­sier­ten Publi­kum mit­zu­tei­len.Dabei gibt es keine Gren­zen, vor allem keine sprachlichen.

Diese Viel­falt zu fei­ern ist eins der Ziele des zwei­ten „spo​ken​words​.sh – Fes­ti­val für Bühnenliteratur Schles­wig Hol­stein“. Auch in die­sem Jahr haben Björn Högs­dal, Ste­fan Schwark und das ganze Team von Assem­ble­Art ihre Ener­gie dar­auf ver­wandt, die aktu­ell aus­ge­zeich­ne­ten Slam­poe­ten Euro­pas in den Nor­den zu holen, und set­zen dabei bewußt auf eine Ver­tei­lung der Ver­an­stal­tun­gen auf das ganze Bun­des­land. Wie zum Bei­spiel bei „jazz bal­tica“ oder dem Schleswig‐​Holstein‐​Musikfestival will der Poe­try Slam den Men­schen den Ein­stieg erleich­tern und sie dort abho­len, wo sie sind, ohne quer durchs Land fah­ren zu müs­sen. Wobei die hau­fig aus­ver­kauf­ten Slam­ver­an­stal­tun­gen in Kiel und Flens­burg da bereits eine deut­li­che Spra­che spre­chen. Auch in Orten wie Preetz, Hei­li­gen­ha­fen, Husum und auf Sylt sind die Ver­an­stal­tun­gen stets gut besucht.

Inter­na­tio­nale Gäste und deut­sche Übersetzung

Doch die Ver­an­stal­ter set­zen nicht nur auf Regio­na­li­tät, son­dern wol­len die ganze Band­breite zei­gen. So wer­den auf den Büh­nen des Lan­des nicht nur regio­nale Grö­ßen wie Mona Harry oder Björn Högs­dal ste­hen, son­dern auch die deut­schen Vize­meis­ter im Team Poe­try Slam „Casino Wetz­lar“ (Tobias Gralke & Phil­ipp Herold). Die inter­na­tio­na­len Gäste sind eben­falls erle­sene Aus­wahl: Paula Var­jack aus Groß­bri­tan­nien, Dani Orviz aus Spa­nien, Den­nis Buch­leit­ner aus Dänemark sowie Poi­son D’Avril und Yas, aus Frank­reich, die bereits am Diens­tag in der Auf­takt­ver­an­stal­tung im Lite­ra­tur­haus SH ihr Werk vorstellen.

Wer nun Sorge bekommt, die Poe­sie der Künst­ler auf­grund feh­len­der oder nicht aus­rei­chen­der Fremd­spra­chen­kennt­nisse nicht ver­fol­gen zu kön­nen, dem kann Ent­war­nung gege­ben wer­den: Bei jeder Ver­an­stal­tung wer­den die Über­set­zun­gen der Texte an die Wand gewor­fen. Wobei immer gilt: Text kann auch gefühlt wer­den. „If you don’t under­stand the poem, feel it!“

Die Ver­an­stal­tun­gen im Überblick

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Über den Autor

Daniela Sonders Daniela Sonders

Suchte 2008 nach kiel4kiel und fand den För­de­flüs­te­rer. Wollte eigent­lich nur hier und da mal ne Kino­kri­tik schrei­ben und ver­sucht jetzt, die­sen herr­lich wuse­li­gen Laden in Schach zu hal­ten. Das hat sie nun davon. Inter­es­sen: Poli­tik, Medien, Bür­ger­rechte, Filme, Kochen und alles rund um Kiel.

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