// Musik

Donnerstag, 08. Februar 2018

Random Willson & Brokof

Brother Equal

Random Willson &  Brokof  - Brother Equal
Random Willson & Brokof - Brother Equal

Trans­at­lan­ti­sche Zusam­men­ar­bei­ten waren ganz frü­her kaum mög­lich, denn wie soll man zusam­men musi­zie­ren und die Ideen unter­ein­an­der aus­tau­schen? Heut­zu­tage, wo das Inter­net diese Hür­den weg­ge­nom­men hat, müsste es sol­che Kom­bi­na­tio­nen mehr­fach geben. Trotz­dem ist es eher selten.

Die Ber­li­ner Band Bro­kof und der Singer/​Songwriter Ran­dom Wil­son haben sich gemein­sam mit Puya Shoary am Schlag­werk und Rocco Weise am Bass zusam­men­ge­tan. „Bro­ther Equal“ ist das erste Album, und wenn man die­ses hört, dann bekommt man ein sehr stim­mi­ges Werk zu Ohren.

Man würde beim Hören ver­mu­ten, dass sich die Musi­ker seit Jah­ren ken­nen. Dabei sind die zehn Lie­der so har­mo­nisch und haben ein ver­trau­tes Folk‐​Anlitz, so dass man die Her­kunft irgend­wie in Ame­rika ver­mu­ten würde. Vie­les klingt, als wür­den Hel­den wie Petty oder Springs­teen Pate ste­hen. Ame­ri­cana und Folk sind die Haupt­be­stand­teile und hal­ten alles zusam­men. Song­wri­ter­tum wird hoch­ge­lebt, und die Geschichte zu „Bro­ther Equal“ passt dazu.

Es geht um einen Mann, der von New York nach Ber­lin umsie­delt und dabei seine Ver­gan­gen­heit hin­ter sich lässt und gespannt in die Zukunft blickt. Musi­ka­lisch sind die klei­nen Oden meist sehr schön, aber den­noch dezent arran­giert. Manch­mal wird auch ein ordent­li­cher Klecks mehr gege­ben, denn dann kön­nen sol­che voll­mun­di­gen Blä­ser herr­lich beschwin­gen und kleine Ohr­wür­mer freilegen.

Aber auch wenn es nicht ganz so üppig gestal­tet ist, sind die Songs saf­tig, so dass man mit Inter­esse die­ser Geschichte zuhört und nicht bemerkt, dass man es bei Ran­dom Will­son & Bro­kof mit einer Band zu tun hat, die geo­gra­phisch ziem­lich weit ent­fernt ver­wur­zelt ist.

Erschie­nen bei: Gold­rausch Records /​Rough Trade
www​.bro​kof​.net

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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