// Musik

Dienstag, 07. November 2017

Lal & Mike Waterson

Bright Phoebus

Lal & Mike Waterson – Bright Phoebus
Lal & Mike Waterson – Bright Phoebus

Die Musik­ge­schichte ist voll von Plat­ten, die nur einen sehr klei­nen Teil der Mensch­heit erreicht haben. Dar­un­ter jede Menge ver­schol­le­ner und ver­kann­ter Meis­ter­werke, die unter Plat­ten­samm­lern für Spei­chel­fluss sor­gen und sie bewe­gen, viel Geld aus­zu­ge­ben. Auch „Bright Pho­ebus“ von dem Duo Lal & Mike Water­son ist so ein Schatz.

Die­ses erschien 1972 und die­ses Duo ent­stand aus dem Split der Gruppe The Water­sons. Die bei­den Geschwis­ter Lal & Mike Water­son haben sich damals abge­setzt. Nicht nur das, sie haben sich abge­setzt von der ortho­do­xen Folk‐​Schule und haben sich befreit. Doch sie haben natür­lich nicht den Folk gekappt, ihre Songs sind meist sehr akus­tisch gehal­ten und meist nur mit ein­fa­chem Gitar­ren­spiel und einem unauf­ge­reg­ten Gesang bestückt.

Trotz­dem muss man sagen, dass ihr Gesang doch sehr eigen war, vor allem der von Mike. Der ist ein wenig qua­kig und sicher­lich nicht für den gro­ßen Erfolg gemacht. Was aber diese Schall­platte 1972 so beson­ders gemacht hat ist, dass sie leicht über den Tel­ler­rand geschaut hat und sich nur auf den puris­ti­schen Gedan­ken des Folks fest­ge­setzt hat.

Das bewei­sen der Opener und die dama­lige Sin­gle „Rub­ber Band“, die jede Menge Vaudeville‐​Arrangements in sich hatte. Man merkt die­sem Album an, dass man die Sech­zi­ger noch ver­ehrte, aber auch schon am Klang der Sieb­zi­ger Jahre inter­es­siert war.

Den Zeit­geist haben sie zu die­sem Zeit­punkt igno­riert, das sorgt sicher­lich dafür. dass die Platte zwar ein ver­schol­le­nes Folk‐​Meisterwerk ist, aber eben ein Meisterwerk.

Erschie­nen bei: Domino Records
www​.domi​no​re​cordco​.de/​d​e​/​n​e​ws/23 – 06‐​17/​lal – mike‐​waterson – bright‐​phoebus – reissue

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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