// Musik

Mittwoch, 03. Januar 2018

The Cubical

Blood Moon

The Cubical – Blood Moon
The Cubical – Blood Moon

Manch­mal hört man ein Album so neben­bei und nimmt es kaum wahr. Hört man das glei­che Werk ein paar Wochen spä­ter, denn ist man ver­wun­dert, dass man es ganz anders in Erin­ne­rung hatte. Das ist auch beim neu­es­ten Werk „Blood Moon“ der Band The Cubi­cal der Fall.

Beim ers­ten Durch­lauf habe ich eine Platte gehört, die nach ganz anstän­di­gem Gitar­ren­rock klang. Ein paar Wochen spä­ter noch­mal „Bad Blood“ ange­macht, und dies­mal inten­si­ver zuge­hört und schnell bemerkt, dass es einem den Kopf spren­gen kann.

Der fünfte Lang­spie­ler von The Cubi­cal ist eine Wun­der­tüte der Ver­gan­gen­heit. Musik, die unheim­lich rau und auch unan­ge­passt ist. Man hört jede Menge Blues‐​Musik und auch Garage‐​Rock, und man merkt, dass die Musi­ker hier jeden Ton mit viel Lei­den­schaft her­aus­pres­sen, und dass ihnen dabei sicher­lich der Schweiß auf der Stirn klebt. Doch es ist nicht die­ser bier­bäu­chige oder tro­ckene Blues, son­dern einer, der sich nicht in ein fes­tes Kor­sett zwän­gen lässt.

Hin­ter The Cubi­cal ver­ber­gen sich schein­bar Frei­geis­ter, die bestimmt auch eini­ges von Cap­tain Beefhe­art und Tom Waits gehört haben. Vor allem, wenn man den Gesang von Dan Wil­son hört. Wil­son spuckt den Blues so schmut­zig aus, dass die eben genann­ten Musi­ker ihm bestimmt stolz auf die Schul­ter klop­fen würden.

Bei Songs wie „Whilst Judas Sleeps“ kann man aber auch jede Menge Nick Cave her­aus­hö­ren, nur dass der Gesang einen nicht ganz so tief trifft und die Band hier nicht zwang­haft den Wohl­klang sucht, aber The Cubi­cal beherr­schen es auch, den Songs nach und nach immer mehr Kraft und manch­mal auch Lärm bei­zu­fü­gen. Sel­ten gibt es auch noch ein biss­chen Psy­che­de­li­sches, doch meist ist es wil­der und sich nicht unter­ord­nen­der Blues und Garage‐​Rock, der einen wirk­lich beein­druckt mit sei­ner Direkt­heit und sei­nem Schmutz.

Erschie­nen bei: Half­penny Records /​Cargo
the​cu​bi​cal​li​ver​pool​.blog​spot​.de

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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