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Montag, 06. Februar 2012

The Cure

Bestival Live 2011

The Cure – Bestival Live 2011
The Cure – Bestival Live 2011

In den letz­ten Jah­ren haben sich The Cure sich ziem­lich rar gemacht, das letzte Album „4:13 Dream“ erschien 2008, und ehr­lich gesagt war es eher eines der Werke, die man in ihrer Dis­ko­gra­phie sicher­lich eher igno­rie­ren kann. Aber es war auch die Zeit, wo sich die Band ver­söhnt hatte, und so hat Robert Smith mit alten Weg­ge­fähr­ten wie Robert O‚Donnell oder dem Ur‐​Schlagzeuger Lau­rence Tolhurst, Jason Cooper und Simon Gal­lup einige „Reflections“-Konzerte gespielt, wo sie die ers­ten drei Alben zum Bes­ten gege­ben haben. Regu­läre Auf­tritte waren sel­ten, vor allem 2011.

Das feine „Bes­ti­val Fes­ti­val“ war die ein­zige Open‐​Air‐​Veranstaltung, die von Robert Smith ange­steu­ert wurde. Ein wahr­li­cher Exklusiv‐​Auftritt also, und die­ser wurde dann zur Freude der Fans nun auch als Live‐​Mitschnitt veröffentlicht.

Somit ist diese Doppel‐​CD auch irgend­wie exclu­siv, denn die­ses ist der erste offi­zi­elle Konzert‐​Mitschnitt seit 1993. Mit der oben genann­ten Musiker‐​Auflistung (bis auf Lau­rence Tolhurst) stan­den sie auf der Haupt­bühne des Bes­ti­val am 10. Sep­tem­ber 2011, und auch die­ses war ein Blick in die Vergangenheit.

Schließ­lich besteht das Set fast aus­schließ­lich aus der Zeit 1979 bis 1989, und als Fan ist man zudem ver­wun­dert, dass The Cure hier nur Hits spie­len. Das sind so einige, und irgend­wie pas­sen sie auch alle zusam­men, egal ob so ein melan­cho­li­sches Schwer­ge­wicht wie „Plain­song“ oder so ein Nebelschwaden‐​Anlocker wie „A Forest“.

Auch runde Pophits wie „Inbet­ween Days“ sind dabei, und selbst das seit über zwan­zig Jah­ren nicht mehr live gespielte „The Cater­pil­lar“ funk­tio­niert. Auch so kom­pakte Mani­feste des Schwer­mu­tes wie „One Hund­red Years“ sind dabei, und „Kil­ling An Arab“ wurde in einer poli­tisch kor­rek­ten Dar­bie­tung namens „Kil­ling Ano­ther“ präsentiert.

Was einem bei die­sem Kon­zert auf­fällt, ist, dass Robert Smiths Stimme auch nach 35 Jah­ren Band­ge­schichte noch immer recht kraft­voll ist. Ebenso bemerkt man, dass das Set zum Ende mehr Lei­den­schaft ent­wi­ckelt. Bei ihrem 1987 erschie­ne­nen Hit „Hot, Hot Hot“ scheint die Band mehr Feuer zu bekom­men, was sicher­lich auch am Publi­kum liegt, dass bei solch geball­ter Anzahl Hits in Begeis­te­rung gerät.

Aller­dings kann man auch anmer­ken, dass viel­leicht ein Key­board oder eine zweite Gitarre eini­gen Songs mehr Mus­keln ver­lie­hen hätte. Den­noch freut man sich über diese Doppel‐​CD und die gan­zen Songs. Und ganz neben­bei kommt der Erlös die­ses Ton­trä­gers dem „Isle Of Wight Youth Trust“ zugute.

Erschie­nen bei: Sun­day Best /​PIAS /​Rough Trade

www​.the​cure​.com

Video

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Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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