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Samstag, 03. Februar 2018

Superfood

Bambino

Superfood – Bambino
Superfood – Bambino

In Zei­ten, wo Super­food in der Ernäh­rung einen wah­ren Höhen­flug erlebt, ist es sicher­lich nicht dumm, sich selbst so zu nen­nen. Aller­dings war der Hype um Ess­ba­res bei der Grün­dung der Band noch ken Thema. Super­food ver­öf­fent­lich­ten 2013 ihre ers­ten Sin­gles und schon im Fol­ge­jahr das Debüt „Don´t Say It“. Bei die­sem haben die Bri­ten den Manchester‐​Rave noch­mal hoch­le­ben las­sen, und im Haci­enda hätte man sei­ner­zeit bestimmt zu dem ein oder ande­ren Song getanzt.

Bam­bino“ ist der Nach­fol­ger, und man sollte sich nicht zwin­gend vom Titel lei­ten las­sen, denn ganz kind­lich nied­lich sind die 13 Titel nicht, aber das Album ist durch­aus ver­spielt und viel­fäl­tig. Es hat als Ein­fluss Hip­Hop und Dub, und den­noch sind diese bei­den Gen­res sehr dezent ein­ge­bun­den. Wich­ti­ger ist, dass auf dem gan­zen Album immer ein schön fri­scher Groove mitschwingt.

Manch­mal feder­leicht und durch­aus abwe­gig, wie bei dem Tausendsassa‐​Ohrwurm „Wit­ness“, wel­cher Dub mit Gitar­ren­geg­nie­del und den Happy Mon­days ver­bin­det. Aber es gibt auch son­der­bar Elek­tro­ni­sches, das Pierre Henry sicher­lich geliebt hätte, wie den Schluss­song „Clo Park“. Der Opener ist ein Tanzflächen‐​Feger, zu dem The Go‐​Team sicher­lich auch tan­zen würde und bei dem die bei­den erwähn­ten Gen­res zu einem lukra­ti­ven Hybrid werden.

Unstoppable“ hin­ge­gen ist der ein­deu­tige Hit auf die­ser Platte, mit jeder Menge Drive, fri­schem Wind und einer weh­lei­den­den Melo­dica. Für die Fans der ers­ten LP gibt es mit „Need A Little Sis­ter“ noch ein Stück, wel­ches Fal­sett dem Manchester‐​Rave näher bringt. „Bam­bino“ ist viel­fäl­tig, und es gibt kaum etwas zu meckern.

Erschie­nen bei: Caro­line /​Uni­ver­sal
super​food​junk​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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