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Dienstag, 06. März 2018

Kat Frankie

Bad Behaviour

Kat Frankie – Bad Behaviour
Kat Frankie – Bad Behaviour

Als Kat Fran­kie mit Musik anfing, machte sie Folk‐​Musik mit fast schon sehr vie­len Kli­schees. Mit dem letz­ten Lang­spie­ler „Please Don´t Give Me What I Want“ aus dem Jahr 2012 hatte sie aber ihren Blick­win­kel erwei­tert. Seit­dem ist ihr Kos­mos ein ganz Ande­rer und ein sehr viel Wei­te­rer. Sie macht Pop, aller­dings nicht die­sen lang­wei­li­gen von der Stange, denn die Wahl­ber­li­ne­rin pro­biert viel aus.

Die Aus­tra­lie­rin hat hier viel aus­ge­tes­tet. Mit Clueso ein Duett gesun­gen, bei Olli Schulz in der Band gespielt, und sie wollte sogar zu den ganz gro­ßen Kitsch‐​Kron‐​Juwelen grei­fen, als sie für ihre Hei­mat beim ESC antre­ten wollte. Dar­aus ist dann nichts gewor­den, aber für die Ver­an­stal­tung ist die Musik von Kat Fran­kie dann doch viel zu gewieft.

Sie benutzt näm­lich Pop nicht als schnöde Ver­pa­ckung für seichte Melo­dien, son­dern eher als Kunst­form und Aus­drucks­form. Dabei pas­siert es, dass die Songs manch­mal ein wenig sper­rig daher kom­men, wie „Ver­sailles“ . Die­ser besteht aus star­ken Schlagryth­men und ein fast schon kirch­lich küh­ler Gesang. Kat Fran­kie aber beweist auf „Bad Beha­viour“ auch wie viel­sei­tig Pop sein kann.

Home“ ist fei­ner Indie‐​Pop mit lär­men­den Gitar­ren und einer sehr saf­ti­gen Melo­die. Bei „The Sun“ gibt es Orgel‐​Klänge, Schlag­zeuge und Har­mo­nien die herr­lich unge­wöhn­lich sind. Auch ganz stille und intime Songs wie „Still“ gelin­gen ihr gut. Kat Fran­kie schreibt cle­vere Pop­songs, mit Inhalt, Stil und schön spar­sa­men Arran­ge­ments, genau das macht „Bad Beha­viour“ so gut.

Erschie­nen bei: Grönland
www​.kat​fran​kie​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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