Dienstag, 31. Januar 2012
Amerikanische Rebellen in der populären Kultur
„Dies waren die Jungs, denen die normalen Bürger Amerikas am liebsten den Kopf weggeballert hätten, weil sie alles repräsentierten, was inakzeptabel war, gefährliche Individuen, rückfälliges Gesindel, Feinde der Gesellschaft, Vaterlandslose ohne Familie, Deserteure aus allen Pflichten, das heißt wenn es so etwas gab wie »das andere Amerika«, dann waren sie die Protagonisten.“
Am Anfang war Lenny Bruce, könnte man sagen, der Vater der schmutzigen Wörter, der „Fuck“ in den öffentlichen amerikanischen Sprachgebrauch eingeführt hat. Er war das große Vorbild für alle anderen, für Thompson, Bangs, Hofmann und Friedman, denn er verkörperte Widerstandsgeist, Provokation und Dissidenz – und das alles auf einem extrem hohen Drogenniveau.
Klaus Bittermann ist Autor und Verleger. Er schreibt unter anderem für die taz, die Junge Welt und das „Kritische Tagebuch“ des WDR. Er ist Herausgeber zahlreicher Anthologien, u.a. des Who’s who peinlicher Personen.